Beispiel 1: Reinigungsmittel mit Haut- und Atemwegsreizungen

Gefährdung: Beschäftigte reinigen Oberflächen mit einem reizenden Produkt. Es kommt zu Hautkontakt und Geruchsbeschwerden.

  • Substitution: weniger gefährliches Produkt oder gebrauchsfertige Lösung prüfen
  • Technisch: Dosierhilfe, geschlossene Behälter, bessere Lüftung einsetzen
  • Organisatorisch: Tätigkeiten zeitlich trennen, Lagerung und Verdünnung regeln
  • Persönlich: geeignete Handschuhe, Hautschutz, Schutzbrille und Unterweisung festlegen

Die Dokumentation sollte zeigen, warum eine Substitution möglich oder nicht möglich ist und welche Restgefährdung bleibt.

Beispiel 2: Stolperstelle im Lager

Gefährdung: Kabel oder Verpackungsmaterial liegen im Verkehrsweg.

  • Substitution: Arbeitsmittel oder Ladestation anders platzieren, sodass kein Kabel im Weg liegt
  • Technisch: Kabelbrücke oder feste Führung einsetzen
  • Organisatorisch: Lagerflächen markieren, Kontrollrunde festlegen
  • Persönlich: Beschäftigte unterweisen, Mängel sofort zu melden

Auch hier ist die persönliche Maßnahme nicht der erste Schritt. Besser ist, die Stolperstelle dauerhaft zu entfernen.

Beispiel 3: Lärm an einer Maschine

Gefährdung: Beschäftigte sind regelmäßig lautem Maschinenlärm ausgesetzt.

  • Substitution: leiseres Verfahren oder leiseres Arbeitsmittel prüfen
  • Technisch: Kapselung, Dämpfung oder räumliche Trennung prüfen
  • Organisatorisch: Aufenthaltsdauer begrenzen, laute Arbeiten planen
  • Persönlich: geeigneten Gehörschutz bereitstellen und Nutzung unterweisen

Die Wirksamkeit sollte nach Umsetzung geprüft werden, zum Beispiel durch Messung, Begehung oder Rückmeldung.

Dokumentation in der Maßnahmenliste

Eine gute Maßnahmenzeile enthält:

  • Gefährdung
  • STOP-Kategorie
  • gewählte Maßnahme
  • abgelehnte Alternativen mit kurzer Begründung
  • Verantwortliche
  • Frist
  • Status
  • Wirksamkeitsprüfung

So bleibt nachvollziehbar, warum der Betrieb nicht direkt bei PSA stehen geblieben ist.