Funktionen statt Titel sammeln

Die Rollen im Arbeitsschutz sollten nicht nur als Namensliste gepflegt werden. Entscheidend ist die Funktion.

  • entscheiden
  • beraten
  • unterstützen
  • unterweisen
  • melden
  • kontrollieren
  • dokumentieren

Betriebliche Rollen

Die wichtigsten Rollen überschneiden sich je nach Unternehmensgröße. Trotzdem sollte sichtbar sein, welche Aufgabe tatsächlich gemeint ist.

  • Arbeitgeber oder Geschäftsführung: organisiert und verantwortet Arbeitsschutz
  • Führungskräfte: setzen Arbeitsschutz im Bereich um
  • Fachkraft für Arbeitssicherheit: berät sicherheitstechnisch
  • Betriebsarzt: berät arbeitsmedizinisch
  • Sicherheitsbeauftragte: unterstützen im Arbeitsbereich
  • Beschäftigte: wirken mit, melden Gefahren und beachten Schutzmaßnahmen
  • Arbeitsschutzausschuss: koordiniert Themen in geeigneten Betrieben

Externe Stellen

Auch externe Stellen spielen eine Rolle, sind aber nicht Teil der normalen Linienorganisation.

  • Unfallversicherungsträger
  • staatliche Arbeitsschutzaufsicht
  • externe Fachkraft für Arbeitssicherheit
  • externer Betriebsarzt
  • Sachverständige oder befähigte Personen für Spezialprüfungen

Organigramm und Nachweise

Für die Praxis hilft ein Arbeitsschutzorganigramm. Es sollte nicht nur Namen zeigen, sondern Zuständigkeiten, Beratungswege, Eskalation und Vertretung.

  • Rollenübersicht
  • Pflichtenübertragungen
  • Bestellungen
  • Qualifikations- oder Schulungsnachweise
  • ASA-Protokolle
  • Maßnahmen mit Verantwortlichen

Typische Verwechslungen

Fachkraft für Arbeitssicherheit, Betriebsarzt und Sicherheitsbeauftragte unterstützen den Betrieb. Sie übernehmen nicht automatisch die Arbeitgeberverantwortung. Wenn Aufgaben übertragen werden, braucht es konkrete Regelung, Befugnisse, Ressourcen und Kontrolle.