Kurzantwort: Wofür die Software passt

Software für Risikobeurteilung kann zwei sehr unterschiedliche Suchabsichten meinen. Für den Betrieb geht es um Gefährdungsbeurteilung, Maßnahmen und Nachweise. Im Maschinenbau geht es häufig um produktbezogene Risikobeurteilung, CE-Konformität und technische Dokumentation.

ArbeitsschutzPilot passt zum ersten Fall:

  • Arbeitsbereiche und Tätigkeiten erfassen
  • Gefährdungen und vorhandene Schutzmaßnahmen dokumentieren
  • zusätzliche Maßnahmen mit Verantwortlichen und Fristen steuern
  • Unterweisungen, Reviews und PDF-Nachweise verknüpfen
  • Arbeitsmittel im betrieblichen Einsatz organisatorisch nachhalten

Gefährdungsbeurteilung oder Risikobeurteilung?

Frage Gefährdungsbeurteilung Risikobeurteilung
Fokus Arbeitsbedingungen im Betrieb Produkt, Maschine oder technische Konstruktion
Typische Verantwortung Arbeitgeber Hersteller, Inverkehrbringer oder fachkundige technische Stelle
Ergebnis Maßnahmen, Unterweisung, Prüfung und Nachweis technische Schutzmaßnahmen, Restrisiken, Konformitätsunterlagen
Software-Fit ArbeitsschutzPilot gut für Workflow und Nachweise nur für betriebliche Folgeprozesse, nicht für CE-Spezialprüfung

Abgrenzung zu Maschinen-Risikobeurteilung

Maschinenbezogene Risikobeurteilung kann deutlich über den KMU-Arbeitsschutz-Workflow hinausgehen. Aktuell ist im Maschinenkontext die Maschinenrichtlinie 2006/42/EG relevant; die EU-Maschinenverordnung 2023/1230 ersetzt sie ab 20. Januar 2027. Solche Anforderungen betreffen vor allem Hersteller- und Konformitätsprozesse.

Nicht durch ArbeitsschutzPilot ersetzt werden:

  • Konstruktion und Auslegung technischer Schutzmaßnahmen
  • CE-Konformitätsbewertung und technische Dokumentation
  • Normenrecherche und Bewertung von Sicherheitsfunktionen
  • Beurteilung wesentlicher Veränderungen an Maschinen
  • Herstellerangaben, Betriebsanleitungen und Restrisikohinweise

Wo ArbeitsschutzPilot hilft

Hilfreich ist die Software dort, wo Risiken in Aufgaben, Fristen, Verantwortlichkeiten und Dokumente übersetzt werden. Das betrifft vor allem den betrieblichen Einsatz von Arbeitsmitteln und die Organisation des Arbeitsschutzes.

  • Gefährdungsbeurteilung für Werkstatt, Lager oder Produktion strukturieren
  • Maßnahmen aus Prüfungen und Begehungen nachverfolgen
  • Unterweisung aus verbleibenden Risiken ableiten
  • Review nach Umbau, neuem Arbeitsmittel oder Vorfall setzen
  • Nachweise für interne Prüfung und Beratung bündeln

Keine Spezialprüfung ersetzen

Die Software kann keine normkonforme Maschinen-Risikobeurteilung oder technische Konformitätsbewertung ersetzen. Sie kann aber sichtbar machen, welche betrieblichen Maßnahmen aus einer fachlichen Bewertung folgen.

Auswahlkriterien für Betriebe

Wenn du eine Software für den Arbeitsschutz suchst, achte weniger auf eine komplexe Matrix und mehr auf die Umsetzung nach der Bewertung.

  • klare Trennung von Tätigkeit, Gefährdung, Bewertung und Maßnahme
  • Verantwortliche, Fristen, Status und Review
  • Verknüpfung mit Unterweisung und Prüfprotokollen
  • Export mit Datum, Version und Quellen
  • sichtbare Grenze zu Fachthemen wie CE, Normen und Maschinensicherheit

Quellen und Grenzen bei software für risikobeurteilung

Die Inhalte orientieren sich an ArbSchG, BetrSichV, DGUV-Prozessschritten und offiziellen Maschinenregelwerken. ArbeitsschutzPilot unterstützt Dokumentation und Maßnahmensteuerung; technische Risikobeurteilungen, CE-Fragen und Normenbewertung müssen fachkundig erfolgen.

  • Stand der Einordnung: 01.07.2026
  • ArbSchG § 5 und § 6 für betriebliche Gefährdungsbeurteilung und Dokumentation berücksichtigen
  • BetrSichV § 3 bei Arbeitsmitteln im Betrieb einordnen
  • Maschinenrichtlinie 2006/42/EG und EU-Maschinenverordnung 2023/1230 im Maschinenkontext fachkundig prüfen
  • keine Garantie auf Vollständigkeit oder rechtliche Konformität