Vorlage direkt verwenden: betriebliche Einweisung der Brandschutzhelfer

Die Unterweisung Brandschutzhelfer Vorlage ist ein Ausfüllgerüst für den Schritt zwischen Ausbildung und Einsatz im Betrieb. Sie hält fest, welche Person welchen Bereich kennt, wie dort alarmiert wird, welche Feuerlöscheinrichtungen vorhanden sind und wo die eigene Zuständigkeit endet. Kopieren Sie die Tabellen in Ihr Textsystem oder führen Sie sie als internes Formular.

Nach der DGUV Information 205-023 „Brandschutzhelfer“ kann eine Person erst als Brandschutzhelfer bestellt werden, wenn sie mit den betrieblichen Gegebenheiten vertraut gemacht wurde. Die Ausbildung ist durch die Einweisung in den betrieblichen Zuständigkeitsbereich abzuschließen. Hat ein externer Anbieter keine standortspezifischen Kenntnisse vermittelt, liegt dieser letzte Schritt beim Arbeitgeber.

Die Vorlage ist deshalb weder Kurszertifikat noch allgemeine Teilnehmerliste. Sie dokumentiert eine persönliche Übergabe am tatsächlichen Einsatzort. Bei mehreren Gebäuden, Schichten oder deutlich verschiedenen Gefahrenbereichen wird sie für jede relevante Zuordnung ergänzt.

Vier Dokumente erfüllen vier verschiedene Zwecke

Das Wort „Unterweisung“ wird in Suchergebnissen für verschiedene Vorgänge verwendet. Für einen prüfbaren Ablauf sollten diese Dokumente getrennt bleiben.

Dokument Was es belegt Was es nicht belegt
Ausbildungsbescheinigung Theorie, praktische Löschübung, Umfang und ausbildende Stelle Kenntnis der aktuellen Alarmwege und Einrichtungen an Ihrem Standort
Betriebliche Einweisung vertrauter Bereich, örtliche Besonderheiten, Aufgaben und Grenzen eine vollständig absolvierte fachkundige Erstausbildung
Benennung oder interne Bestellung Person, Funktion, Geltungsbereich, Beginn und organisatorische Zuordnung tatsächliches Verständnis oder praktische Befähigung
Allgemeine Brandschutzunterweisung Information aller Beschäftigten zu Brandverhütung, Verhalten, Fluchtwegen und Notausgängen besondere Qualifikation zur Bekämpfung von Entstehungsbränden

§ 10 ArbSchG verpflichtet den Arbeitgeber, geeignete Beschäftigte für Brandbekämpfung und Evakuierung zu benennen. Anzahl, Ausbildung und Ausrüstung müssen zur Beschäftigtenzahl und zu den besonderen Gefahren passen. Die Seite zur Brandschutzhelfer-Ausbildung behandelt die Qualifikation; die Bestellung von Brandschutzhelfern die organisatorische Benennung. Diese Seite bleibt bei der betrieblichen Einweisung.

Vor dem Termin: Voraussetzungen der Vorlage ausfüllen

Eine Einweisung am falschen Planstand schafft Scheinsicherheit. Prüfen Sie vor dem Rundgang die Eingangsdaten und notieren Sie nicht nur den Dokumentnamen, sondern auch dessen Fassung.

Vorbereitung Eintrag
Unternehmen und Standort ______________________________
Gebäude, Etage oder Arbeitsbereich ______________________________
Name der einzuweisenden Person ______________________________
vorgesehene Schicht oder Einsatzzeit ______________________________
Ausbildungsbescheinigung vom / geprüft durch ______________________________
praktische Löschübung enthalten ☐ ja ☐ nein ☐ ungeklärt
Gefährdungsbeurteilung, Stand ______________________________
Brandschutzordnung oder betriebliche Regeln, Stand ______________________________
Alarmplan, Stand ______________________________
Flucht- und Rettungsplan, Stand ______________________________
einweisende Person und Funktion ______________________________
Anlass ☐ Ersteinsatz ☐ Bereichswechsel ☐ Änderung ☐ Wiederholung

Ein fehlender oder unklarer Ausbildungsnachweis wird nicht durch die Einweisung geheilt. Halten Sie die Abweichung als offene Maßnahme fest und klären Sie, ob die fachkundige Ausbildung einschließlich praktischer Übung vollständig nachgewiesen ist. Hinweise zum Inhalt eines Zertifikats stehen auf der Clusterseite Brandschutzhelfer-Zertifikat.

Vor-Ort-Rundgang: neun Stationen zum Ausfüllen

Die Stationen folgen dem realen Weg und der betrieblichen Alarmorganisation. Nicht vorhandene Punkte werden als „entfällt“ mit Begründung gekennzeichnet, statt leer zu bleiben.

Station und Prüffrage Betrieblicher Eintrag Ergebnis
1. Wie wird ein Brand intern gemeldet und wie wird Alarm ausgelöst? ______________________________ ☐ gezeigt ☐ erklärt ☐ offen
2. Welche Angaben braucht der Notruf und welche genaue Adresse gilt? ______________________________ ☐ beantwortet ☐ offen
3. Wo verlaufen eigener Fluchtweg, Alternative und Ausgang ins Freie? ______________________________ ☐ begangen ☐ offen
4. Wo liegt die Sammelstelle und wie wird eine fehlende Person gemeldet? ______________________________ ☐ gezeigt ☐ offen
5. Welche handbetätigten Feuerlöscheinrichtungen sind im Bereich vorhanden? ______________________________ ☐ gezeigt ☐ offen
6. Für welche Brandgefahren und Einsatzgrenzen wurden sie vorgesehen? ______________________________ ☐ erläutert ☐ offen
7. Welche besonderen Gefahren bestehen, etwa elektrische Anlagen, Gase, Stäube, Metalle oder Fette? ______________________________ ☐ erläutert ☐ entfällt ☐ offen
8. Welche Aufgabe übernimmt die Person bei Alarm, Räumung und Übergabe? ______________________________ ☐ verstanden ☐ offen
9. Wer ist Vertretung und wie erfolgt die Abstimmung mit Führungskraft, Pforte oder Brandschutzbeauftragtem? ______________________________ ☐ geklärt ☐ offen

Die DGUV Information 205-023 nennt unter anderem Alarmierungswege, die vorhandenen Feuerlöscheinrichtungen, die Sicherstellung des eigenen Fluchtwegs, betriebliche Brandgefahren und mögliche Aufgaben aus der Brandschutzordnung Teil C. Nicht jeder Betrieb besitzt dieselben Einrichtungen oder überträgt dieselben Räumungsaufgaben. Die Vorlage darf deshalb nicht ungeprüft mit Standardantworten gefüllt werden.

Besonders wichtig ist die Einsatzgrenze: Ein Löschversuch kommt nur bei einem beherrschbaren Entstehungsbrand ohne Eigengefährdung in Betracht. Rauch, Hitze, unklare Stoffe, versperrter Rückweg oder eine rasche Brandausbreitung sind keine Situationen für Heldentum. Alarmierung, eigener Fluchtweg und die Sicherheit von Menschen haben Vorrang. Die konkreten Rollengrenzen vertieft Brandschutzhelfer Aufgaben.

Durchführung: vom Dokument zum sicheren Handeln

Eine allgemeine Präsentation genügt für diesen Zweck nicht. FBFHB-030 der DGUV beschreibt die betriebsspezifischen Besonderheiten als Gegenstand einer persönlichen und mündlichen Einweisung. Für einen überschaubaren Bürobereich kann dieser Ablauf als Planungshilfe dienen; bei besonderen Gefahren oder größeren Bereichen ist mehr Zeit und Fachkunde nötig.

  1. Ausgangslage klären: Ausbildungsbescheinigung, vorgesehene Rolle, Bereich und offene Fragen gemeinsam prüfen.
  2. Alarmkette erklären: Interne Meldung, Alarmsignal, Notruf, Ansprechpersonen und mögliche Ausfälle durchgehen.
  3. Bereich begehen: Alarmgeber, Feuerlöscheinrichtungen, Haupt- und Alternativfluchtweg sowie Sammelstelle tatsächlich aufsuchen.
  4. Besonderheiten zeigen: Brandgefährdungen, abgeschaltete oder zeitweise gesperrte Bereiche, Sonderanlagen und geltende Verbote erläutern.
  5. Rolle abgrenzen: Erwartete Hilfe, Abstimmung, Eigengefährdung und Abbruchkriterien anhand eines Szenarios besprechen.
  6. Verständnis prüfen: Die einzuweisende Person erklärt den Ablauf mit eigenen Worten und zeigt die entscheidenden Stationen.
  7. Abweichungen sichern: Fehlende Kennzeichnung, unzugängliche Einrichtungen oder widersprüchliche Pläne erhalten Verantwortliche und Frist.
  8. Ergebnis freigeben: Nur bei geklärten Voraussetzungen wird die Einweisung abgeschlossen und der vorgesehene Einsatzbereich bestätigt.

Die Einweisung ersetzt keine erneute praktische Löschübung. Sie kann jedoch zeigen, dass ein Kurs mit einem anderen Gerätetyp stattfand oder besondere betriebliche Einrichtungen nicht abgedeckt waren. Dann ist fachkundig zu entscheiden, welche zusätzliche praktische Einweisung oder Übung erforderlich ist.

Drei Verständnisfragen mit beobachtbarem Ergebnis

„Alles verstanden?“ ist kein belastbarer Test. Besser sind kurze Fälle, bei denen die Person eine Entscheidung erklärt und den Weg oder die Einrichtung zeigt.

Fall 1: Alarm bei versperrtem Hauptweg

Frage: Das bekannte Treppenhaus ist verraucht. Was tun Sie und welchen alternativen Weg nutzen Sie?

Erwartbares Ergebnis: Die Person priorisiert die eigene Sicherheit, nutzt nicht den verrauchten Weg, kennt die vorgesehene Alternative und kann beschreiben, wie sie die Lage meldet. Eine erfundene Standardantwort hilft hier nicht; der alternative Weg muss am Standort geprüft sein.

Fall 2: Entstehungsbrand mit unklarer Gefährdung

Frage: In einem technischen Bereich entsteht Rauch, die Ursache ist nicht erkennbar. Beginnen Sie einen Löschversuch?

Erwartbares Ergebnis: Die Person alarmiert nach der betrieblichen Regel, wahrt einen sicheren Rückweg und beginnt keinen unklaren oder eigengefährdenden Löschversuch. Besondere Anlagen oder Abschaltungen werden nur bedient, wenn dies ausdrücklich vorgesehen und vermittelt wurde.

Fall 3: Person fehlt an der Sammelstelle

Frage: Nach der Räumung wird eine Person vermisst. Welche Aufgabe haben Sie?

Erwartbares Ergebnis: Die Person folgt der festgelegten Melde- und Übergaberegel. Sie läuft nicht eigenmächtig in das Gebäude zurück. Ob und wie Anwesenheit erfasst wird, muss aus der betrieblichen Organisation stammen.

Dokumentieren Sie Ergebnis und Unsicherheiten. Eine falsche Antwort ist kein Anlass, das Formular trotzdem abzuhaken. Sie zeigt, welcher Punkt erneut erklärt, vor Ort korrigiert oder durch eine organisatorische Maßnahme gelöst werden muss.

Abschluss- und Nachweisblock zum Kopieren

§ 12 ArbSchG verlangt arbeitsplatz- oder aufgabenbezogene Unterweisung. § 4 DGUV Vorschrift 1 fordert, Unterweisungen zu dokumentieren. Die dazugehörige DGUV Regel 100-001 stellt klar, dass weder eine bestimmte Dokumentationsform noch allgemein eine Unterschrift vorgeschrieben ist. Eine Unterschrift kann den Nachweis dennoch erleichtern.

Abschlussfeld Eintrag
Einweisung durchgeführt am / von ______________________________
begangener Standort und bestätigter Bereich ______________________________
verwendete Dokumentfassungen ______________________________
gezeigte Feuerlöscheinrichtungen ______________________________
Verständnisfragen oder Vorführung ☐ bestanden ☐ nachgeschult ☐ offen
offene Maßnahme, verantwortlich, Frist ______________________________
Einsatzfreigabe für den Bereich ☐ ja ☐ erst nach Klärung
nächster Prüfanlass oder Review ______________________________
einweisende Person Name: __________ Unterschrift: __________
eingewiesene Person Name: __________ Unterschrift: __________

Hinterlegen Sie Ausbildung und betriebliche Einweisung als zwei verknüpfte Nachweise. Ein späterer Export muss erkennen lassen, welches Dokument welchen Zweck erfüllt und auf welchen Bereich es sich bezieht. Für allgemeine Pflichtfelder und Nachweisvarianten führt Unterweisungsnachweis weiter.

Wann die Einweisung geprüft oder erneuert wird

Für die betriebliche Einweisung nennt das Regelwerk keinen pauschalen jährlichen Ersatztermin. Prüfen Sie sie anlassbezogen und legen Sie im eigenen System einen Review fest.

Anlass Nächster Schritt
Wechsel von Gebäude, Etage, Bereich oder Schicht neue örtliche Zuordnung vollständig begehen
andere Alarmierung, Sammelstelle oder Fluchtwegführung betroffene Punkte sofort neu einweisen
neue Feuerlöscheinrichtung oder besondere Brandgefahr fachkundigen Ergänzungs- und Übungsbedarf beurteilen
Umbau, Nutzungsänderung oder geänderte Brandschutzordnung Rolle und Dokumentfassungen neu abgleichen
Mängel aus Begehung, Alarm oder Evakuierungsübung Erkenntnisse vermitteln und Wirksamkeit prüfen
längere Abwesenheit oder Zweifel am sicheren Handeln Verständnis und praktische Befähigung erneut beurteilen
abgelaufener interner Review oder veralteter Nachweis aktuellen Zustand prüfen, nicht nur das Datum fortschreiben

Davon getrennt bleibt die allgemeine Brandschutzunterweisung für alle Beschäftigten. § 6 Absatz 3 ArbStättV nennt Brandverhütung, Verhalten im Brandfall sowie Fluchtwege und Notausgänge; Personen mit Aufgaben der Brandbekämpfung sind in der Bedienung der Feuerlöscheinrichtungen zu unterweisen. Die vollständige Mitarbeitervorlage steht unter Unterweisung Brandschutz Vorlage. Fristen und Änderungen der Helferschulung behandelt Brandschutzhelfer Schulung: wie oft?.

Nachweis in ArbeitsschutzPilot ohne falsches Fachmodul-Versprechen

ArbeitsschutzPilot kann eine betriebliche Einweisung im vorhandenen Unterweisungsworkflow organisieren: Vorlage zuweisen, Arbeitsbereich zuordnen, den Status durch Workspace-Verantwortliche pflegen, einen Wiederholungs- oder Reviewtermin setzen und je nach Tarif einen PDF-Nachweis speichern. Ausbildungsbescheinigung und betriebliche Einweisung sollten getrennt benannt bleiben.

ArbeitsschutzPilot ist kein Brandschutzhelfer-Ausbildungsprogramm. Die Anwendung führt keine praktische Löschübung durch, bewertet keine Feuerlöscheinrichtung und bestätigt nicht automatisch die fachliche Befähigung oder ausreichende Personalabdeckung. Der Betrieb bleibt für Auswahl, Ausbildung, örtliche Einweisung, Benennung und tatsächliche Verfügbarkeit verantwortlich.

Quellenstand und redaktionelle Einordnung

Diese Seite wurde am 4. September 2026 anhand folgender Primärquellen geprüft:

Zusätzlich wurden zehn am Prüftag suchsichtbare Vorlagen-, Schulungs- und Ratgeberseiten verglichen. Viele Ergebnisse richten sich an alle Beschäftigten oder vermischen Zertifikat, Bestellung und betriebliche Einweisung. Deshalb enthält diese Seite bewusst keine zweite allgemeine Brandschutzunterweisung und kein Schulungszertifikat. Sie liefert das ausfüllbare Protokoll für die bisher oft fehlende betriebliche Übergabe. Bei erhöhter Brandgefährdung, Sonderanlagen oder unklaren Aufgaben ist die zuständige Fachkunde einzubeziehen.