Bestellung als Word und PDF herunterladen

Die Vorlage ist ein eigenes redaktionelles Muster von ArbeitsschutzPilot, Version 1.0 vom 7. September 2026. Sie enthält bewusst keine vorausgefüllten Bestätigungen über Schulung, Einweisung oder behördliche Anerkennung. Diese Angaben müssen Sie anhand der tatsächlichen Nachweise ergänzen.

Wer das unveränderte DGUV-Muster sucht, findet dort das offizielle Bestellungsschreiben mit Aufgabenliste, Ausgabe Dezember 2020. Unsere Dateien sind keine DGUV-Formulare und keine rechtlich geprüften Individualvereinbarungen.

Welche Seite der Vorlage fülle ich wofür aus?

Die Unterschriften auf Seite 3 beziehen sich auf die ausgefüllte Bestellung und die bezeichneten Anlagen. Halten Sie die Seiten deshalb zusammen.

Bestandteil Was Sie dort festlegen
Seite 1: Bestellung Unternehmen, Person, betreute Bereiche, Beginn, Anlass und Anlagenstand; außerdem der Umfang der beratenden Rolle.
Seite 2: Arbeitsbedingungen Berichtslinie, Mängelmeldung, Zeit, Zugang, Arbeitsmittel, Fortbildung, Qualifikationsnachweis und Einweisung.
Seite 3: Aufgaben und Freigabe Konkrete Tätigkeiten mit Anlass oder Rhythmus, Ergebnis und zuständiger Stelle für Entscheidung und Umsetzung; abschließend Unterschriften.

Die drei Aufgabenblöcke auf Seite 3 sind Freifelder, keine abschließende Aufgabenliste. Bei größerem Umfang fügen Sie zusätzliche, nummerierte Aufgabenblätter hinzu und nehmen deren Fassung in das Anlagenverzeichnis auf. Längere Einträge können die Word-Datei auf weitere Seiten verlängern; prüfen Sie vor dem Ausdruck Seitenumbrüche und die Zuordnung aller Anlagen.

Was muss vor dem Ausfüllen geklärt sein?

Prüfen Sie zuerst, warum und für welches Objekt die Funktion eingerichtet wird. Eine Genehmigungsauflage, eine vertragliche Forderung und eine betriebliche Entscheidung gehören nicht unter die pauschale Angabe „gesetzlich vorgeschrieben“. Tragen Sie das maßgebliche Dokument mit Datum und Fundstelle ein.

Die aktuelle ASR A2.2, Abschnitt 7.1 Hinweis 2 bezeichnet die Benennung bei erhöhter Brandgefährdung als möglicherweise zweckmäßig und verweist auf weitere, insbesondere landesrechtliche Anforderungen. Daraus folgt keine allgemeine Bestellpflicht für jeden Betrieb. Die Prüfung der Auslöser behandelt der Ratgeber Brandschutzbeauftragter: Wann besteht eine Pflicht?.

Legen Sie zum Ausfüllen die Objektunterlagen, den Qualifikationsnachweis, vorhandene Organisationsregelungen und bei einer externen Lösung den Vertragsentwurf bereit. Unklare Zuständigkeiten werden vor der Unterschrift geklärt, nicht durch einen allgemeinen Mustersatz verdeckt.

Person und Geltungsbereich eindeutig eintragen

Benennen Sie die tatsächlich eingesetzte Person. Bei externer Betreuung kommen Firma und Vertragsbezug hinzu; allein der Name des Dienstleistungsunternehmens beschreibt noch nicht, wer die Funktion ausübt.

„Alle Standorte“ ist nur dann eine brauchbare Angabe, wenn klar ist, welche Standorte dazu gehören. Verwenden Sie Adressen, Gebäude oder eine datierte Objektliste. Schreiben Sie auch auf, welche Bereiche von anderen Personen betreut werden und wie gemeinsame Flächen abgestimmt sind.

Ein fiktiver Eintrag könnte lauten: „Betriebsstätte Musterstraße 12, Lagerhalle A und Verwaltung; angemietete Halle B nicht umfasst, dort gesonderte Bestellung. Gemeinsame Zufahrt und Sammelstelle werden mit der dort benannten Ansprechperson abgestimmt.“ Das Beispiel beschreibt eine Abgrenzung, keine Empfehlung, bestimmte Flächen auszunehmen. Der tatsächliche Betreuungsbedarf muss lückenlos organisiert sein.

Die Aufgabenanlage konkret ausfüllen

Jeder Aufgabenblock beantwortet drei praktische Fragen: Welche Tätigkeit ist vereinbart? Wann wird sie ausgelöst und welcher Nachweis entsteht? Wer entscheidet über die daraus folgenden Maßnahmen und setzt sie um?

Für einen fiktiven Betrieb könnte ein Aufgabenblock so ausgefüllt werden:

  • Tätigkeit und Bereich: geplante Brandschutzbegehung in Lagerhalle A mit Prüfung der vereinbarten organisatorischen Punkte.
  • Anlass oder Rhythmus und Nachweis: nach dem betrieblich festgelegten Begehungsplan sowie anlassbezogen bei relevanten Änderungen; Protokoll mit Fundstelle, Feststellung und Maßnahmenvorschlag.
  • Entscheidung, Umsetzung und Befugnisse: Betriebsleitung entscheidet über Maßnahmen; benannte Fachbereiche führen sie aus. Der Brandschutzbeauftragte erhält Zutritt und die erforderlichen Unterlagen und verfolgt den Bearbeitungsstand.

Das ist ein Ausfüllbeispiel, keine pauschale Vorgabe für Begehungsintervalle. Andere Aufgaben benötigen andere Ergebnisse: etwa eine Stellungnahme vor dem Umbau oder einen überarbeiteten Entwurf der Brandschutzordnung.

Gehen Sie bei der Auswahl den vollständigen Katalog durch. Die Aufgaben eines Brandschutzbeauftragten erläutert der eigene Fachartikel. Eine Wartung zu organisieren bedeutet beispielsweise nicht, sie ohne weitere Qualifikation selbst technisch auszuführen.

Zeit und Berichtsweg nicht offenlassen

„Nach Bedarf“ benennt weder verfügbare Arbeitszeit noch ein Verfahren, zusätzlichen Aufwand freizugeben. Tragen Sie einen betrieblich ermittelten Umfang ein und ergänzen Sie, wem Mehrbedarf gemeldet wird. Eine allgemeingültige Stundenpauschale lässt sich aus diesem Muster nicht ableiten.

Auch „Bericht an die Geschäftsführung“ wird erst nutzbar, wenn Name, Kontakt und Vertretungsweg feststehen. Vereinbaren Sie, wie dringliche Mängel gemeldet werden und an wen sich die Person wenden kann, wenn eine Entscheidung ausbleibt. Der betriebliche Alarmierungsweg bei akuter Gefahr bleibt davon unberührt.

Beim Unterlagenzugriff sollten die Ablage und die bereitstellende Stelle erkennbar sein. Dazu können Genehmigung, Brandschutzkonzept, Pläne und Prüfunterlagen gehören. Führen Sie Bestellung, Berichte und Änderungen in einer nachvollziehbaren Brandschutz-Dokumentation.

Keine falschen Nachweise oder Vollmachten bestätigen

Schreiben Sie beim Qualifikationsfeld den geprüften Nachweis mit Datum und Ablageort hinein. Eine erst gebuchte Schulung ist kein erfolgreicher Abschluss. Beim Einweisungsfeld unterscheiden Sie zwischen einem tatsächlich durchgeführten Termin und einer verbindlich geplanten Einweisung.

Die Bestellung als fachlich beratende Person ist nicht automatisch eine umfassende Übertragung von Unternehmerpflichten. Eine Beauftragung zur eigenverantwortlichen Wahrnehmung solcher Aufgaben nach § 13 Absatz 2 ArbSchG ist gesondert zu beurteilen. Unser Muster enthält dafür keine pauschale Übertragungsklausel.

Falls zusätzliche Befugnisse gebraucht werden, beschreiben Sie deren Inhalt und Grenzen ausdrücklich. Eine fachlich unabhängige Stellungnahme ist etwas anderes als ein Weisungsrecht gegenüber Beschäftigten, eine Budgetvollmacht oder die Berechtigung, prüfpflichtige Anlagen abzunehmen.

Was ändere ich für einen externen Brandschutzbeauftragten?

Gleichen Sie Bestellungsurkunde und Dienstleistungsvertrag nebeneinander ab. Person, Standorte und Aufgaben dürfen sich nicht widersprechen. Auf Seite 2 ergänzen Sie den Vertragsbezug, die Erreichbarkeit und einen internen Ansprechpartner, der Entscheidungen herbeiführen kann.

Bei einem Personenwechsel muss erkennbar bleiben, wer ab welchem Zeitpunkt bestellt ist. Ein allgemeiner Dienstleistungsvertrag ersetzt diese Zuordnung nicht. Ausführliche Vertrags- und Auswahlfragen behandelt der Ratgeber Externer Brandschutzbeauftragter.

Ausgefüllte Fassung prüfen und gemeinsam unterschreiben

  1. Lesen Sie alle drei Seiten zusammen. Stimmen Name, Beginn, Geltungsbereich und Anlagenverzeichnis überein?
  2. Prüfen Sie jeden Aufgabenblock auf eine konkrete Leistung, einen Nachweis und eine zuständige Stelle für Folgemaßnahmen.
  3. Gleichen Sie Nachweise und Arbeitsbedingungen mit den tatsächlich getroffenen Vereinbarungen ab. Beachten Sie erforderliche Beteiligungsrechte.
  4. Lassen Sie die vollständige Fassung von der bestellungsberechtigten und der bestellten Person bestätigen. Verweisen Sie eindeutig auf zusätzliche Aufgabenblätter.
  5. Geben Sie der bestellten Person eine Ausfertigung und legen Sie die gültige Fassung nachvollziehbar ab.

Die Bestellung eines Brandschutzbeauftragten: Inhalt und Ablauf erläutert die vorgelagerten Auswahl- und Organisationsfragen ausführlicher. Diese Seite konzentriert sich auf den Download und seine Bearbeitung.

Word-Arbeitsfassung und unterschriebenes PDF auseinanderhalten

Bewahren Sie die bearbeitbare Datei und den unterschriebenen Nachweis getrennt auf. Ein neu exportiertes PDF ist nicht automatisch die bereits unterschriebene Fassung. Verwenden Sie beispielsweise einen Dateinamen mit Objekt, Versionsnummer und Freigabedatum; legen Sie fest, wer Änderungen freigeben darf.

Prüfen Sie bei Umbau, Nutzungsänderung, Personalwechsel oder verändertem Betreuungsumfang, welche Einträge anzupassen sind. Dokumentieren Sie Änderungen und die erneute Bestätigung. Alte Fassungen werden nachvollziehbar archiviert, aber nicht weiter als gültige Bestellung verteilt.

Fachliche Grundlage und Grenzen des Musters

Die Redaktion hat die Vorlage am 7. September 2026 anhand der DGUV Information 205-003, Ausgabe Dezember 2020, insbesondere Kapitel 1.3, 2 und 3, abgeglichen. Die DGUV beschreibt dort schriftliche Bestellung, betriebliche Einweisung, erforderliche Arbeitsbedingungen und gemeinsam festzulegende Aufgaben. Die zusätzlichen Ausfüllfelder sind unsere redaktionelle Umsetzungshilfe.

Das Muster ersetzt weder die Prüfung objektbezogener Vorgaben noch individuelle Rechtsberatung. Bei widersprüchlichen Auflagen, mehreren Betreibern oder weitergehender Pflichtenübertragung sollte die konkrete Fassung fachkundig und gegebenenfalls rechtlich geprüft werden.