SiGe-Plan Vorlage zum Kopieren

Die folgende Struktur ist für eine Tabellenkalkulation gedacht. Sie besteht aus vier Blättern: Stammdaten, Planmatrix, Revisionsregister und Verteiler. Eine einzige große Tabelle ohne Dokumentenlenkung wirkt zwar schnell erstellt, macht aber später weder Geltungsbereich noch Änderungsstand zuverlässig erkennbar.

Kurzantwort: Eine SiGe-Plan Vorlage wird erst brauchbar, wenn jede relevante Schnittstelle einem Arbeitsablauf, einem Ort, einem Zeitraum, einer konkreten Maßnahme und einer verantwortlichen Stelle zugeordnet ist. Ein Gefahrenwort wie „Absturz“ oder „Baustellenverkehr“ genügt dafür nicht.

Blatt 1: Stammdaten und Freigabe

Feld Eintrag oder Ausfüllregel
Plan-ID dauerhafte, projektbezogene Kennung, zum Beispiel SGP-2026-014
Bauvorhaben eindeutige Projektbezeichnung und Anschrift
Geltungsbereich Bauabschnitt, Gebäude, Geschosse oder Flächen nennen
Bauherr Name, Anschrift und benannte Kontaktstelle
verantwortlicher Dritter nur eintragen, wenn nach § 4 BaustellV beauftragt
Koordinator Planung Name, Kontakt, Bestellungsbezug und Bearbeitungszeitraum
Koordinator Ausführung Name, Kontakt und dokumentierte Übergabe, falls abweichend
Planungsgrundlagen Stand von Bauzeitenplan, Lageplan, Baustelleneinrichtungsplan und Fachplanung
Revision fortlaufende Kennung, nicht „final“ oder „neu“
Freigabedatum Datum, ab dem die Fassung gelten soll
fachlich bearbeitet Name, Rolle und Datum
abgestimmt oder freigegeben projektbezogene Freigaberegel nennen
ersetzte Fassung vorherige Revision eindeutig bezeichnen

Stammdaten sind keine Formalität. Fehlt der konkrete Geltungsbereich, kann ein Auszug für Bauabschnitt A fälschlich auf Bauabschnitt B angewandt werden. Fehlt die Planungsgrundlage, bleibt unklar, ob eine Terminverschiebung oder ein neuer Baustelleneinrichtungsplan bereits berücksichtigt wurde.

Blatt 2: Planmatrix nach RAB 31

Diese Spalten lassen sich als Kopfzeile in Excel, LibreOffice Calc oder einer vergleichbaren Tabellenanwendung übernehmen:

Spalte Was konkret eingetragen wird
Zeilen-ID stabile Kennung, die auch nach dem Sortieren erhalten bleibt
Bauphase und Gewerk eindeutig benannter Arbeitsablauf statt bloßer Firmenname
Bereich Geschoss, Achse, Raum, Dachfeld, Verkehrsweg oder Bauabschnitt
Zeitraum oder Zwangspunkt Kalenderwoche, Vorgänger, Nachfolger, Sperrzeit oder Freigabeereignis
betroffene Beteiligte erzeugendes, betroffenes und gegebenenfalls folgendes Gewerk
Schnittstellengefahr Ursache, gefährlicher Zustand und mögliche Auswirkung
Maßnahme technisch oder organisatorisch überprüfbare Festlegung
Einrichtung und Standzeit gemeinsame Einrichtung, Bereitstellung, Prüfung, Erhalt und Rückbau
zuständige Stelle wer bereitstellt, wer kontrolliert und wer die Übergabe bestätigt
Prüfkriterium sichtbarer Sollzustand oder notwendiger Nachweis
Arbeitsschutzbestimmung konkrete, für die Maßnahme verwendete Grundlage
mitgeltende Unterlage Dokument-ID und Revision, nicht nur ein Dateiname
Anhang-II-Kennzeichen zutreffenden Tatbestand oder „nein“ eintragen
Status und Hinweis geplant, freigegeben, geändert oder erledigt samt kurzer Notiz

Die RAB 31 der BAuA legt keine bestimmte Software und kein starres Seitenlayout fest. Inhaltlich müssen jedoch Arbeitsabläufe, Gefährdungen, räumliche und zeitliche Zuordnung, Maßnahmen sowie anzuwendende Arbeitsschutzbestimmungen zusammenpassen. Die Matrix bildet diese Verbindung ab und ergänzt Felder, die für eine kontrollierte Nutzung nötig sind.

Blatt 3: Revisionsregister

Revision Datum Änderungsanlass betroffene Zeilen fachliche Änderung bearbeitet freigegeben verteilt am
00 TT.MM.JJJJ Erstausgabe alle Ausgabe für Baustelleneinrichtung Name Name TT.MM.JJJJ
01 TT.MM.JJJJ neuer Bauablauf IDs eintragen konkrete Maßnahme nennen Name Name TT.MM.JJJJ

Das Register dokumentiert nicht nur, dass sich eine Datei geändert hat. Es zeigt, warum die Koordination neu bewertet wurde und welche Stellen betroffen sind. Eine Korrektur von Tippfehlern kann anders behandelt werden als ein vorgezogener Montagebeginn, der einen neuen Gefahrenbereich erzeugt. Die Projektregel sollte beide Fälle unterscheiden.

Blatt 4: Verteiler und Kenntnisgabe

Empfänger oder Rolle betroffener Bereich Format und Zugangsweg Revision übermittelt am Rückmeldung nötig bis
Bauleitung gesamtes Vorhaben PDF im gelenkten Projektraum 00 TT.MM.JJJJ TT.MM.JJJJ
Gewerk relevante Zeilen-IDs PDF-Auszug plus Zugriff auf Gesamtplan 00 TT.MM.JJJJ TT.MM.JJJJ

Ein Verteiler ist mehr als eine E-Mail-Liste. Er macht erkennbar, wer welche Fassung erhalten hat und ob eine Rückmeldung noch aussteht. Bei sensiblen Angaben kann ein rollenbezogener Auszug sinnvoll sein. Die Gesamtkoordination darf dadurch nicht in voneinander getrennte Teilpläne zerfallen.

Ausgefüllte Musterzeile: Fassade neben Lieferverkehr

Das Beispiel zeigt die erforderliche Aussagetiefe. Es ist kein übertragbarer Maßnahmenvorschlag, weil Zufahrt, Gebäude, Arbeitsmittel und Bauablauf jedes Projekts anders sind.

Feld Beispielhafter Eintrag
Zeilen-ID SGP-042
Bauphase und Gewerk Rückbau Fassadenelemente an der Ostseite; Materialanlieferung für Innenausbau
Bereich Ostfassade Achsen 4 bis 8 und einzige Lieferzufahrt zum Hof
Zeitraum oder Zwangspunkt Rückbau in KW 41; Lieferfenster täglich 06:30 bis 08:00 Uhr
betroffene Beteiligte Fassadenbau, Logistikdienst, Innenausbau und Nutzer des verbleibenden Gebäudeteils
Schnittstellengefahr Schwenk- und Fallbereich trifft auf Fahrzeuge und Fußweg; blockierte Zufahrt behindert Rettungsweg
Maßnahme Rückbau außerhalb der Lieferfenster; abgegrenzter Fallbereich; getrennte Fußwegführung; Zufahrt erst nach dokumentierter Räumung freigeben
Einrichtung und Standzeit Absperrsystem vor Arbeitsbeginn aufbauen, während des Rückbaus erhalten, nach täglicher Endkontrolle zurücksetzen
zuständige Stelle Fassadenunternehmen stellt Absperrung; Bauleitung steuert Lieferfenster; benannte Koordinationsrolle bestätigt die tägliche Freigabe
Prüfkriterium Fallbereich vollständig geschlossen, Fußweg markiert, Rettungsbreite frei, Freigabe im Tagesprotokoll dokumentiert
Arbeitsschutzbestimmung projektspezifisch nach Tätigkeit, Arbeitsmittel und Verkehrsführung auswählen
mitgeltende Unterlage Baustelleneinrichtungsplan BEP-07 Rev. 03 und Logistikkonzept LOG-02 Rev. 01
Anhang-II-Kennzeichen anhand Arbeitshöhe und Ausführung gegen aktuellen Anhang II prüfen

Die Zeile benennt eine Wechselwirkung und legt einen kontrollierbaren Zustand fest. Dagegen wäre „Fassade: Absturzschutz und PSA verwenden“ zu unbestimmt: Ort, andere Beteiligte, Lieferzeit, Rettungsweg, Zuständigkeit und Freigabe fehlen.

So wird aus dem Muster eine projektbezogene Arbeitsdatei

Eine Vorlage wird nicht zuerst mit Standardmaßnahmen gefüllt. Ausgangspunkt sind aktuelle Planungsinformationen und die tatsächlichen Schnittstellen des Bauablaufs.

  1. Dateikopie kennzeichnen: Plan-ID, Projekt, Revision 00 und Bearbeitungsstatus sofort eintragen. Ein unbearbeitetes Muster bleibt sichtbar als „Vorlage, nicht freigegeben“ gekennzeichnet.
  2. Planungsstände erfassen: Bauzeitenplan, Baustelleneinrichtung, Fachpläne, Angaben zu Bestand und Betrieb sowie bekannte Untersuchungen mit Datum und Revision aufnehmen.
  3. Abläufe gliedern: Vorgänge nach Bauphase, Bereich und Gewerk anlegen. Firmen werden ergänzt, sobald die Vergabe feststeht; der Arbeitsablauf bleibt das führende Merkmal.
  4. Schnittstellen bearbeiten: Für jeden Vorgang prüfen, ob zeitgleiche, nachfolgende, örtliche oder betriebliche Einwirkungen andere Beteiligte betreffen. Nur der konkrete Zusammenhang kommt in die Matrix.
  5. Maßnahmen planbar machen: Bereitstellung, Kontrolle, Nutzung, Übergabe und Rückbau gemeinsamer Einrichtungen festlegen. Notwendige Leistungen rechtzeitig in Planung und Vergabe bringen.
  6. Fachgrundlagen zuordnen: Vorschriften und Regeln nicht pauschal im Kopfblatt sammeln, sondern mit den betreffenden Maßnahmen verbinden. Der aktuelle Rechts- und Regelstand ist zu prüfen.
  7. Fassung prüfen und freigeben: Lücken, Widersprüche und unerledigte Annahmen klären. Erst danach eine unveränderliche Verteilfassung erzeugen.
  8. Änderungen steuern: Neue Unternehmen, andere Termine oder Verfahren gegen bestehende Zeilen prüfen. Bei Auswirkung auf die weitere Koordination ist der Plan nach § 3 Absatz 3 BaustellV anzupassen oder anpassen zu lassen.

Ob ein Plan überhaupt gesetzlich erforderlich ist, behandelt die Seite SiGe-Plan Pflicht und Inhalte. Die vorliegende Ausfüllhilfe setzt eine geklärte Pflicht- und Rollenentscheidung voraus und bleibt beim Vorlagenintent.

Excel bearbeiten, PDF freigeben

Dateiformat und Dokumentstatus sind zwei verschiedene Fragen. Excel erleichtert die Bearbeitung; PDF begrenzt unbeabsichtigte Änderungen bei der Verteilung. Beide Formate brauchen dieselbe eindeutige Identität.

Kriterium Excel-Arbeitsdatei PDF-Verteilfassung
Zweck filtern, ergänzen, sortieren und Änderungen vorbereiten festgelegten Inhalt lesbar bereitstellen
Bearbeitungsrecht kleiner, benannter Personenkreis üblicherweise nur lesen
Versionsrisiko hoch bei lokalen Kopien und freien Dateinamen geringer, wenn Plan-ID und Revision sichtbar sind
Prüfbarkeit Formeln, Filter und ausgeblendete Zeilen kontrollieren Seiten, Umbrüche, Links und Lesbarkeit kontrollieren
Baustellennutzung nur bei sicherem Zugriff auf die führende Datei für gelenkten Download oder Ausdruck geeignet
Archivierung zusammen mit Bearbeitungsstand und Freigaben genau die verteilte Fassung aufbewahren

Bewährt ist eine führende Arbeitsdatei mit beschränktem Schreibzugriff. Nach der fachlichen Prüfung wird eine PDF-Datei nach festem Schema erzeugt, zum Beispiel SGP-2026-014_Rev-03_2026-08-20.pdf. Der Dateiname unterstützt die Zuordnung; maßgeblich bleiben die Angaben im Dokument selbst.

Beim Export sind ausgeblendete Spalten, aktive Filter, Druckbereiche, wiederholte Tabellenköpfe und Seitenumbrüche zu prüfen. Eine scheinbar vollständige PDF kann wichtige Zeilen verlieren, wenn die Arbeitsmappe nur den gefilterten Ausschnitt exportiert. Auf einem mobilen Gerät muss zumindest der benötigte Ausschnitt lesbar und erreichbar bleiben.

Tabellenregeln, die Bearbeitungsfehler begrenzen

Jede Matrixzeile sollte genau eine koordinationsrelevante Schnittstelle beschreiben. Mehrere Konflikte in einer Zelle lassen sich später weder eindeutig ändern noch einem Prüfkriterium zuordnen. Zusammengeführte Zellen erschweren Filtern und Sortieren; besser sind wiederholte, eindeutige Werte. Pflichtfelder können per Datenprüfung markiert werden, ohne fehlende Fachangaben automatisch mit Standardtext zu füllen.

Statuswerte wie „Entwurf“, „zur Prüfung“, „freigegeben“ und „ersetzt“ werden zentral definiert. Farbe darf den Status unterstützen, aber nie allein transportieren. Zeilen-ID, Revision und Datumswerte bleiben als Text oder eindeutig formatiertes Datum stabil. Formeln, Druckbereiche und Referenzlisten werden geschützt, während Eingabezellen bearbeitbar bleiben. Vorlagen mit Makros oder externen Datenquellen brauchen eine eigene technische Prüfung. Wer eine Projektkopie erhält, muss erkennen können, welche Bereiche Eingaben erwarten und welche Felder nicht verändert werden dürfen.

Was die Vorlage nicht enthalten sollte

Eine gute Ausfüllhilfe begrenzt auch falsche Eingaben. Diese Inhalte gehören nicht ungeprüft in jede Projektkopie:

  • pauschale Maßnahmenkataloge ohne Bezug zum konkreten Bauablauf,
  • veraltete Rechtsbezeichnungen aus alten Musterdateien,
  • personenbezogene Daten, die für die Koordination nicht benötigt werden,
  • allgemeine Arbeitgeberpflichten als Ersatz für deren Gefährdungsbeurteilungen,
  • Firmenlogos oder Werbetexte, die Planstatus und Verantwortlichkeiten verdecken,
  • ungeprüfte Formeln, Makros oder externe Verknüpfungen,
  • mehrere als „final“ bezeichnete Dateien ohne eindeutige Revision,
  • Unterschriftsfelder, die eine fachliche Prüfung nur vortäuschen.

Vorlagen aus Suchergebnissen können nützliche Ideen liefern, aber ihr Alter und Geltungsbereich sind oft unklar. Ein Muster für besonders gefährliche Dacharbeiten oder für eine Spezialbranche ist keine neutrale Grundlage für jedes Bauvorhaben. Inhalte werden nur übernommen, wenn sie zum Projekt passen und fachlich gegen aktuelle Quellen geprüft wurden.

Qualitätscheck vor der ersten Freigabe

Vor der Ausgabe sollte eine zweite fachkundige Prüfung die Tabellen nicht nur auf leere Zellen, sondern auf ihren Zusammenhang untersuchen.

Prüffrage Bestanden, wenn
Ist die Dokumentidentität eindeutig? Plan-ID, Revision, Datum, Geltungsbereich und ersetzte Fassung stimmen zusammen
Sind die Arbeitsabläufe verständlich? Tätigkeiten, Bauphase und räumlicher Bereich sind ohne Firmenwissen erkennbar
Ist jede Gefahr eine echte Schnittstelle? Ursache, Betroffene und mögliche Auswirkung sind konkret beschrieben
Passen Ort und Zeit? Überschneidung, Zwangspunkt oder Nachwirkung lässt sich im Bauablauf finden
Ist die Maßnahme prüfbar? Sollzustand, Bereitstellung, Kontrolle, Übergabe und Rückbau sind geklärt
Sind besondere Arbeiten sichtbar? einschlägige Fälle nach Anhang II BaustellV sind markiert und mit besonderen Maßnahmen verbunden
Stimmen die Quellen? jede zitierte Bestimmung gilt, passt zur Maßnahme und ist aktuell geprüft
Sind Anlagen gelenkt? Dokument-ID und Revision der mitgeltenden Unterlagen sind angegeben
Funktioniert die Verteilung? Empfänger, Format, Zugangsweg und Rückmeldung sind festgelegt
Ist die PDF vollständig? keine Zeile ist durch Filter, Druckbereich oder Seitenumbruch verloren gegangen

§ 2 Absatz 3 BaustellV verlangt, dass der Plan für die betreffende Baustelle anzuwendende Arbeitsschutzbestimmungen erkennen lässt und besondere Maßnahmen für Arbeiten nach Anhang II enthält. Die Checkliste darf deshalb nicht bei Dateiname, Layout und Unterschrift enden.

Häufige Fehler beim Ausfüllen

Firma statt Arbeitsablauf

„Dachdecker GmbH“ beschreibt keine Tätigkeit. Ein Unternehmen kann gleichzeitig Material transportieren, Dachflächen öffnen und Abdichtungen ausführen. Erst der benannte Vorgang lässt sich einem Bereich, Zeitpunkt und einer Wechselwirkung zuordnen.

Gefahrenwort statt Schnittstelle

„Lärm“, „Absturz“ oder „Kran“ bleibt abstrakt. Die Zeile muss erklären, welcher Ablauf die Gefährdung erzeugt, wer betroffen ist und wo oder wann sie wirkt. Sonst kann niemand erkennen, ob die Maßnahme den richtigen Konflikt löst.

Zuständiger ohne Teilaufgabe

Ein Name in der Spalte „Verantwortlich“ ist zu wenig, wenn unklar bleibt, ob diese Stelle plant, bereitstellt, kontrolliert oder freigibt. Für gemeinsame Einrichtungen sind diese Teilaufgaben getrennt festzulegen.

Alte Fassung bleibt im Umlauf

Ein Änderungsregister hilft nur zusammen mit einem gesteuerten Verteiler. Nach der Freigabe muss die neue Revision die ersetzte Fassung an allen festgelegten Zugangswegen ablösen. Gedruckte Auszüge brauchen dieselbe Kennung wie die digitale Gesamtfassung.

SiGe-Plan und Unternehmensbeurteilung werden vermischt

Der Plan koordiniert das Bauvorhaben; die einzelne Firma bleibt für ihre Beschäftigten und Tätigkeiten verantwortlich. § 5 BaustellV lässt diese Arbeitgeberverantwortung ausdrücklich bestehen. Die Gefährdungsbeurteilung für Baustellen ist deshalb ein eigener Prozess.

Quellenstand und Vergleich der Suchergebnisse

Diese Ausfüllhilfe wurde am 20. August 2026 gegen den amtlichen Volltext der BaustellV, die BAuA-Seite zum SiGePlan und RAB 31 geprüft. Der amtliche Volltext nennt die Verordnung vom 17. Dezember 2025 als jüngsten Änderungsakt. RAB 31 trägt weiterhin den Stand 12. November 2003; bei Abweichungen ist der aktuelle Verordnungstext vorrangig.

Vor der Überarbeitung wurden zehn auffindbare Ergebnis-Seiten für „SiGe-Plan Vorlage“, „SiGePlan Muster“ sowie Excel- und PDF-Varianten untersucht: die BAuA-Übersicht, die Download- und Ratgeberseiten von BauMaster und BauMaster zum SiGe-Plan, ein einseitiger Musterplan von S-EG, die Checkliste von Ingenieurbüro Kunze, ein branchenspezifisches SVLFG-Formblatt, ExcelVorlage.de, Baustellenüberwachung Mieten, ABiS Baukoordination und Everhype.

Die Resultate decken Downloads, Checklisten, Software und allgemeine Erklärungen ab. Wiederkehrende Lücken sind ein fehlendes Revisionsregister, keine klare Trennung von Arbeitsdatei und Verteilfassung, kaum Ausfüllregeln pro Feld und unklare Grenzen zwischen Muster und fachlicher Beurteilung. Eine Seite verweist sogar wiederholt auf „RAB 13“ statt RAB 31. Genau diese Punkte beantwortet die vorliegende Vorlage, ohne die allgemeine Pflichtseite zu duplizieren.

ArbeitsschutzPilot als Dokumentenablage

ArbeitsschutzPilot kann die freigegebene PDF-Fassung, Plan-ID, Revision, Verteiler, offene Maßnahmen und Änderungsnachweise zusammenhalten. Das erleichtert die Arbeitsschutz-Dokumentation, ersetzt jedoch weder die Excel-Vorlage noch deren fachliche Bearbeitung. Auswahl der Inhalte, Koordination und Freigabe bleiben projektbezogene Aufgaben der zuständigen Personen.