Kostenlose Bestellung zum Brandschutzhelfer als Word-Vorlage

Die Bestellung Brandschutzhelfer Vorlage Word ist eine editierbare DOCX-Datei mit sechs A4-Seiten. Sie enthält nicht nur ein Unterschriftenfeld, sondern ein vollständiges Dokumentationsraster für Benennung, Qualifikation, betriebliche Einweisung, Aufgaben, Grenzen, Verfügbarkeit und spätere Prüfung.

Kostenlose Word-Vorlage herunterladen

  • Dateiformat: DOCX
  • Umfang: 6 A4-Seiten
  • Bearbeitbar in: Microsoft Word und kompatiblen Textverarbeitungen
  • Stand der fachlichen Prüfung: 30. Juli 2026

Vor der Unterschrift: Die Vorlage dokumentiert eine betriebliche Entscheidung. Sie macht eine Person nicht durch das Ausfüllen zum Brandschutzhelfer. Ausbildung, praktische Löschübung, betriebliche Einweisung und eine passende Brandschutzorganisation müssen bereits vorhanden oder verbindlich organisiert sein.

Bestellung oder Benennung: Welcher Begriff ist richtig?

Das Arbeitsschutzgesetz nennt in § 10 Absatz 2 die Benennung von Beschäftigten für Brandbekämpfung und Evakuierung. Viele Unternehmen, Schulungsanbieter und Suchende verwenden dafür das Wort Bestellung. Die Word-Vorlage greift beide Begriffe auf, ohne daraus zwei verschiedene Vorgänge zu machen.

Eine bestimmte Formularform schreibt § 10 ArbSchG nicht vor. Die schriftliche Benennung ist trotzdem eine belastbare Organisationshilfe, weil sie fünf Beziehungen eindeutig festhält:

  1. Person: Wer wurde benannt?
  2. Bereich: Für welchen Standort, Gebäudeteil oder welche Schicht gilt die Benennung?
  3. Befähigung: Welche Ausbildung und praktische Löschübung wurden absolviert?
  4. Betrieb: Welche standortbezogene Einweisung wurde durchgeführt?
  5. Rolle: Welche Aufgaben wurden übertragen und wo liegen die Grenzen?

Wer nur wissen möchte, ob und wie die Benennung grundsätzlich erfolgt, findet die rechtliche und organisatorische Einordnung auf der Seite Bestellung zum Brandschutzhelfer. Diese Seite bleibt bewusst auf Download, Formularfelder und Anwendung der Word-Vorlage fokussiert.

Was enthält die Word-Vorlage?

Die Vorlage schließt typische Lücken einfacher Ein-Seiten-Muster. Jeder Block hat einen konkreten Nachweiszweck.

Formularblock Enthaltene Felder Welches Risiko wird reduziert?
Dokumentensteuerung Unternehmen, Standort, Dokumentnummer, Version, Ablage Veraltete oder nicht zuordenbare Fassungen
Benannte Person Name, Funktion, Abteilung, Gebäude, Etage, Schicht, Vertretung Eine nur allgemein benannte, praktisch nicht verfügbare Person
Erklärung des Arbeitgebers Beginn, Befristung, Gefährdungsbeurteilung, Alarmplan, Anhörung Unklarer Geltungsbereich und fehlender Organisationsbezug
Qualifikation Theorie, praktische Übung, ausbildende Stelle, Bescheinigung Verwechslung von Teilnahme und vollständiger Befähigung
Betriebliche Einweisung Alarmierung, Fluchtwege, Löschmittel, Brandgefahren, Zuständigkeit Ausbildung ohne Kenntnis des konkreten Betriebs
Aufgaben und Grenzen Übertragene Aufgaben, Eigengefährdung, Abgrenzung zur Feuerwehr Unklare oder zu weit gefasste Erwartungen
Organisatorische Einbindung Erreichbarkeit, Vertretung, Sammelstelle, Führungskraft Fehlende Abdeckung bei Abwesenheit oder Schichtwechsel
Bestätigung und Ablage Unterschriften, Bekanntgabe, Versionierung, Datenschutz Nicht nachvollziehbare Zuständigkeit und unkontrollierte Kopien
Anlassbezogene Prüfung Prüfdatum, Anlass, Ergebnis, Maßnahmen, neue Version Dauerhaft weitergeführte Benennungen trotz betrieblicher Änderungen

So verwenden Sie die Vorlage in sechs Schritten

1. Bedarf und Einsatzbereich vorab klären

Leiten Sie Anzahl und Verteilung der Brandschutzhelfer aus Gefährdungsbeurteilung, Beschäftigtenzahl, Anwesenheit, Schichten, Abwesenheiten und besonderen Brandgefahren ab. Die Word-Datei dokumentiert das Ergebnis, sie berechnet den Bedarf nicht.

Für die Mengenermittlung nutzen Sie die separate Einordnung zur Anzahl der Brandschutzhelfer. So konkurriert die Vorlagenseite nicht mit der Seite für die Berechnungs- und Pflichtfrage.

2. Person und Geltungsbereich eindeutig eintragen

Eine Benennung sollte nicht nur einen Namen enthalten. Dokumentieren Sie mindestens:

  • Standort und Betriebsteil
  • Gebäude, Etage oder Arbeitsbereich
  • Funktion und Abteilung
  • regelmäßige Arbeitszeit oder Schicht
  • Beginn und gegebenenfalls Befristung
  • Vertretung bei Urlaub, Krankheit oder wechselnder Anwesenheit

Ein enger, realistischer Zuständigkeitsbereich ist nützlicher als eine pauschale Formulierung für den gesamten Betrieb, wenn die Person dort nicht regelmäßig anwesend ist.

3. Ausbildung und praktische Löschübung verknüpfen

Die DGUV Information 205-023 beschreibt die Ausbildung von Brandschutzhelfern. Theorie und praktische Übung gehören zusammen. Tragen Sie deshalb Ausbildungsdatum, Datum der Löschübung, ausbildende Stelle und Ablageort der Bescheinigung ein.

Die DGUV Fachbereich AKTUELL FBFHB-030 konkretisiert für eine normale Brandgefährdung mindestens zwei Unterrichtseinheiten zu je 45 Minuten für die Theorie. Für die praktische Übung nennt sie üblicherweise fünf bis zehn Minuten je teilnehmender Person. Bei besonderen betrieblichen Gefahren können zusätzliche Inhalte und mehr Zeit erforderlich sein.

4. Betriebliche Einweisung durchführen

Eine allgemeine Ausbildung kennt den konkreten Alarmweg, die örtlichen Löschmittel und die Fluchtwege des Betriebs nicht. Deshalb enthält die Vorlage eine eigene Seite für die arbeitsplatzbezogene Einweisung.

Prüfen und erläutern Sie dort:

  • internen Alarmweg, Notruf und Meldeeinrichtungen
  • Flucht- und Rettungswege sowie Sammelstellen
  • Standorte, Arten und Einsatzgrenzen der Feuerlöscheinrichtungen
  • besondere Brandgefahren und Löschverbote
  • Brandschutzordnung und Räumungsablauf
  • Verhalten beim Eintreffen der Feuerwehr
  • Zuständigkeitsbereich, Vertretung und Erreichbarkeit
  • Grenze der Eigengefährdung und sicheren Rückzug

Nach DGUV FBFHB-030 wird die Bestellung erst nach dieser Einweisung in die betrieblichen Gegebenheiten wirksam. Deshalb besitzt die Einweisung in der Vorlage eigene Datums- und Unterschriftenfelder.

5. Aufgaben und Grenzen konkret festlegen

Übertragen Sie nur Aufgaben, die zur betrieblichen Organisation und Ausbildung passen. Das Formular bietet Auswahlfelder für Alarmierung, Warnung anwesender Personen, Bekämpfung eines Entstehungsbrands ohne Eigengefährdung, Unterstützung der Räumung, Informationsweitergabe und Mängelmeldung.

Ebenso wichtig sind die Grenzen:

  • kein Betreten verrauchter oder anderweitig gefährlicher Bereiche
  • keine Brandbekämpfung ohne sicheren Rückweg
  • keine Aufgaben der Feuerwehr oder eigenständige Einsatzleitung
  • keine pauschale Fachberatung, Prüfung oder Überwachung wie bei einem Brandschutzbeauftragten
  • keine eigenmächtige Änderung von Gefährdungsbeurteilung oder Brandschutzordnung

Eine vertiefte Rollenbeschreibung steht auf Aufgaben eines Brandschutzhelfers. Die Benennung sollte diese Fachseite nicht kopieren, sondern nur die im konkreten Betrieb tatsächlich übertragenen Aufgaben festhalten.

6. Unterschreiben, bekannt geben und versioniert ablegen

Die Vorlage sieht eine Bestätigung durch den Arbeitgeber oder eine bevollmächtigte Person und durch die benannte Person vor. Die zweite Unterschrift dokumentiert, dass Aufgaben, Einweisung und Grenzen bekannt sind. Sie verlagert die Gesamtverantwortung des Arbeitgebers nicht.

Nach der Unterschrift:

  1. die benannte Person in Brandschutzorganisation und Alarmplan eintragen,
  2. Beschäftigte über Zuständigkeit und Erreichbarkeit informieren,
  3. Ausbildungsnachweis und Benennung miteinander verknüpfen,
  4. die unterschriebene Fassung eindeutig versionieren,
  5. eine unveränderbare PDF-Fassung für die Ablage erzeugen,
  6. nur erforderliche personenbezogene Daten veröffentlichen.

Zertifikat und Bestellung sind nicht dasselbe

Diese Unterscheidung verhindert eine häufige Nachweislücke:

Dokument Belegt Belegt nicht automatisch
Ausbildungsbescheinigung oder Zertifikat Teilnahme an Theorie und praktischer Löschübung Zuordnung zu Standort, Bereich, Schicht und betrieblichen Aufgaben
Betriebliche Benennung oder Bestellung Zuordnung einer geeigneten Person zur betrieblichen Rolle Dass die erforderliche Ausbildung tatsächlich absolviert wurde
Einweisungsnachweis Kenntnis der konkreten betrieblichen Gegebenheiten Allgemeine fachliche Ausbildung mit praktischer Löschübung

Wenn Sie eine Bescheinigung für die Ausbildung suchen, nutzen Sie die Seite Brandschutzhelfer-Zertifikat. Die vorliegende DOCX-Datei ist dagegen das betriebliche Benennungs- und Einweisungsformular.

Muss der Betriebsrat oder Personalrat angehört werden?

§ 10 Absatz 2 ArbSchG verlangt, dass der Arbeitgeber die Beschäftigten benennt und vor der Benennung den Betriebs- oder Personalrat hört. Die Word-Vorlage enthält deshalb ein Feld für Art und Datum der Anhörung. Gibt es kein entsprechendes Gremium, kann dies ebenfalls dokumentiert werden.

Die Vorlage trifft keine Aussage dazu, welche weiteren Beteiligungsrechte im Einzelfall bestehen. Solche Rechte bleiben durch § 10 ArbSchG unberührt und sollten betrieblich geprüft werden.

Welche Verantwortung bleibt beim Arbeitgeber?

Die Benennung verteilt Aufgaben, nicht die Gesamtverantwortung. Der Arbeitgeber muss weiterhin dafür sorgen, dass:

  • Anzahl, Ausbildung und Ausrüstung der benannten Personen angemessen sind,
  • die Personen während der relevanten Betriebszeiten tatsächlich verfügbar sind,
  • Gefährdungsbeurteilung und Brandschutzorganisation zusammenpassen,
  • Ausbildung, Unterweisung und betriebliche Einweisung aktuell bleiben,
  • Beschäftigte Alarmwege, Zuständigkeiten und Fluchtwege kennen.

Die ASR A2.2 „Maßnahmen gegen Brände“ ist für die konkrete betriebliche Ausgestaltung maßgeblich. Die BAuA-Fassung wurde zuletzt im Mai 2025 geändert. Vor Verwendung der Vorlage sollten Sie prüfen, ob zwischenzeitlich eine neuere Fassung veröffentlicht wurde.

Brandschutzhelfer nicht mit Brandschutzbeauftragten verwechseln

Ein Brandschutzhelfer unterstützt bei Alarmierung, Entstehungsbrandbekämpfung und Räumung im festgelegten Bereich. Ein Brandschutzbeauftragter übernimmt dagegen je nach Bestellung weitergehende Beratungs-, Prüf- und Organisationsaufgaben.

Die DGUV Information 205-003 und deren Bestellungsschreiben betreffen Brandschutzbeauftragte. Diese Aufgaben dürfen nicht ungeprüft in die Benennung eines Brandschutzhelfers kopiert werden. Die Word-Vorlage enthält deshalb ausdrücklich eine Rollengrenze.

Wann muss die Benennung geprüft oder geändert werden?

Ein starres Ablaufdatum ist nicht für jeden Betrieb gleich. Prüfen Sie die Benennung anlassbezogen und dokumentieren Sie das Ergebnis. Typische Auslöser sind:

  • Wechsel von Standort, Tätigkeit, Bereich oder Schicht
  • längere Abwesenheit oder geänderte Vertretung
  • Umbau, neue Anlagen, Stoffe oder Brandgefährdungen
  • geänderte Fluchtwege, Alarmierung oder Brandschutzordnung
  • Erkenntnisse aus Übungen, Begehungen oder Ereignissen
  • erforderliche Auffrischung der Ausbildung
  • Ende des Arbeitsverhältnisses oder der übertragenen Aufgabe

Die letzte Seite der DOCX-Datei enthält dafür Prüfdatum, Anlass, Ergebnis, Maßnahmen, neue Version und Unterschrift.

Welches Dokument brauche ich für welche Frage?

Die klare Trennung schützt den Brandschutz-Cluster vor Kannibalisierung und führt direkt zur passenden Arbeitshilfe.

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Offizielle Quellen und redaktionelle Einordnung

Die Vorlage wurde anhand der folgenden Primärquellen aufgebaut und am 30. Juli 2026 redaktionell geprüft:

Die Vorlage ist eine allgemeine Arbeitshilfe, keine Rechtsberatung und keine Garantie, dass jede betriebliche Besonderheit erfasst ist. Passen Sie sie vor Einsatz an Gefährdungsbeurteilung, Brandschutzorganisation, Beteiligungsrechte und aktuelle Regelwerke an. Bei erhöhter Brandgefährdung oder unklarer Rollenverteilung ist fachkundige Unterstützung erforderlich.