G26.2 aus Gerät und Tätigkeit ableiten

Ob G26.2 passt, ergibt sich nicht aus einer Stellenbeschreibung allein. Entscheidend sind Atemschutzgerät, Dichtsitz, Filter- oder Geräteart, Tragedauer, Arbeitsumgebung und körperliche Beanspruchung.

  • Atemschutzgerät konkret benennen
  • Arbeitsbereich und Tätigkeit beschreiben
  • Tragezeit und Pausen berücksichtigen
  • Schutzmaßnahmen und Unterweisung dokumentieren

Inhalt nicht pauschal festlegen

Viele suchen nach dem Inhalt der G26.2 Untersuchung. Der Betrieb sollte jedoch keine medizinischen Einzelprüfungen vorgeben. Das ist Aufgabe der ärztlichen Stelle.

  • Arbeitsplatzinformationen übergeben
  • Zweck und Ergebnisweg vorab klären
  • Bescheinigung und nächste Prüfung dokumentieren
  • Befunde und Messwerte nicht in ArbeitsschutzPilot führen

Typische Gruppe-2-Fragen

G26.2 wird häufig bei Filtergeräten, bestimmten Masken oder höherer Atemschutzbelastung gesucht. Für den Betrieb ist entscheidend, ob die Tätigkeit wirklich Gruppe 2 auslöst und welche Belastungsfaktoren vorliegen.

  • Atemwiderstand, Gerätegewicht und Filterart klären
  • körperliche Arbeit, Klima und Tragedauer beschreiben
  • FFP3-Sonderfälle nicht pauschal, sondern anhand der Gefährdungsbeurteilung prüfen
  • Frist und Review mit der ärztlichen Stelle abstimmen

Abgrenzung zu G26.1 und G26.3

Die Gruppen helfen, unterschiedliche Atemschutzbelastungen zu strukturieren. Sie ersetzen keine fachkundige Zuordnung.

  • bei geringerer Belastung G26.1 prüfen lassen
  • bei höherer Belastung G26.3 prüfen lassen
  • Änderungen bei Gerät, Tätigkeit oder Einsatzdauer als Review führen
  • ärztliche Stelle bei Unsicherheit einbinden