Vorlage kostenlos herunterladen
Die Arbeitshilfe steht in zwei Formaten bereit:
- Unterweisung Leitern und Tritte Vorlage als Word-Datei
- Unterweisung Leitern und Tritte Vorlage als PDF
Die Word-Datei ist die bearbeitbare Arbeitsfassung. Die PDF-Datei bildet denselben redaktionellen Stand als druckbare Vorschau ab. Beide Fassungen sind eine Arbeitshilfe und kein amtliches Formular. Tragen Sie vor der Freigabe mindestens Unternehmen, Standort, Tätigkeit, Zielgruppe, vorhandene Bauarten, Herstellerinformationen, betriebliche Stop-Kriterien und Meldewege ein.
Die Vorlage umfasst neun Seiten mit folgenden Bausteinen:
- Schnellstart und Freigabefelder
- Geltungsbereich, Anlass und Ausgangsunterlagen
- Unterweisungsplan mit acht Themen
- bauartbezogene Auswahl für Tritt, Steh-, Anlege-, Mehrzweck-, Teleskop- und Podestleiter
- praktische Übung in sieben Beobachtungsschritten
- Stop-Kriterien, Kontrollfragen und Korrekturmaßnahmen
- Teilnehmerliste, Nachholung und Abschluss
- Wiederholungsanlässe und Änderungsverlauf
- ausgefülltes Beispiel sowie verlinkte Primärquellen
Wofür die Vorlage gedacht ist
Die Datei hilft einer unterweisenden Person, eine konkrete Verwendungssituation vorzubereiten und nachvollziehbar abzuschließen. Sie ist nicht als allgemeines Merkblatt zum Verteilen gedacht. Eine beschäftigte Person soll nach der Einheit an ihrem Arbeitsplatz zeigen können, dass sie ein passendes Arbeitsmittel erkennt, es vor der Benutzung kontrolliert, richtig aufstellt, sicher verwendet und bei einem Mangel stoppt.
Dieser Tätigkeitsbezug verhindert, dass eine Folienpräsentation ohne Verbindung zum Leiterbestand als vollständige Unterweisung behandelt wird. Eine gute Fassung nennt zum Beispiel nicht nur „Leitern sicher aufstellen“, sondern die vorhandene Podestleiter, den Versandbereich, den ebenen Hallenboden, den kreuzenden Fußweg und den Meldeweg zur Schichtleitung.
Vier Nachweise bleiben bewusst getrennt:
- Die Gefährdungsbeurteilung Leitern und Tritte entscheidet, ob eine Leiter für Aufgabe, Höhe, Dauer und Umgebung vertretbar ist.
- Die Betriebsanweisung Leitern und Tritte bündelt dauerhaft geltende betriebliche Regeln.
- Die Leiterprüfung bewertet den Zustand des konkreten Arbeitsmittels.
- Die Unterweisung prüft, ob Beschäftigte die für ihre Aufgabe nötigen Entscheidungen und Handgriffe verstanden haben.
Rechtsgrundlage und Quellenstand
§ 12 Arbeitsschutzgesetz verlangt eine ausreichende, angemessene Unterweisung während der Arbeitszeit. Sie muss Arbeitsplatz und Aufgabenbereich berücksichtigen. Bei Einstellung, Veränderung des Aufgabenbereichs, Einführung neuer Arbeitsmittel oder neuer Technologie ist sie vor Aufnahme der Tätigkeit durchzuführen und an die Gefährdungsentwicklung anzupassen.
Für Leitern als Arbeitsmittel konkretisiert § 12 Betriebssicherheitsverordnung den Ablauf. Beschäftigte erhalten vor der ersten Verwendung ausreichende Informationen und eine angemessene Unterweisung in verständlicher Form und Sprache. Zu behandeln sind Gefährdungen bei der Verwendung, Schutzmaßnahmen, Verhalten bei Störungen oder Unfällen und Erste Hilfe. Danach wird regelmäßig, mindestens jährlich, wiederholt. Datum und Namen sind schriftlich festzuhalten.
§ 4 DGUV Vorschrift 1 nennt ebenfalls die Unterweisung vor Beginn der Beschäftigung, mindestens jährliche Wiederholung und Dokumentation. Die DGUV Information 208-016 ordnet für Leitern und Tritte die Inhalte ein. Genannt werden unter anderem bestimmungsgemäße Verwendung, bauartspezifische Hinweise, zusätzliche Gefährdungen, Unterweisung auf Grundlage der Gefährdungsbeurteilung und Herstellerinformation sowie anlassbezogene Wiederholung.
Der Quellenstand dieser Seite und der Downloads ist 20. August 2026. Prüfen Sie vor der betrieblichen Freigabe die aktuelle Fassung, die Regeln des zuständigen Unfallversicherungsträgers und die Angaben des Leiternherstellers.
Warum eine praktische Einheit nötig ist
Im DGUV-Bericht Arbeitsunfallgeschehen 2024 werden 19.636 meldepflichtige Arbeitsunfälle mit Leitern ausgewiesen, darunter 12 tödliche Unfälle. Die Zahl erklärt nicht die Ursache eines einzelnen Ereignisses, zeigt aber, warum eine reine Teilnehmerunterschrift kein gutes Handlungsziel ist.
Bei einer praktischen Einheit sieht die unterweisende Person, ob die Auswahl, Kontrolle und Aufstellung tatsächlich funktionieren. Unsichere Handgriffe können sofort korrigiert werden. Falls die Person das Ziel noch nicht erreicht, wird der Punkt als offen markiert und vor selbstständiger Verwendung nachgeschult. Genau dafür enthalten Word- und PDF-Vorlage Ergebnisfelder statt nur einer Namensliste.
Wann unterwiesen und wiederholt wird
Die jährliche Wiederholung ist eine Untergrenze für den regelmäßigen Rhythmus, nicht der einzige Termin. Planen Sie eine Einheit oder gezielte Ergänzung bei folgenden Auslösern:
| Anlass | Was vor der Freigabe geklärt wird |
|---|---|
| neue beschäftigte Person | Aufgabe, Bereich, vorhandene Leiterarten und betrieblicher Meldeweg |
| erstmalige Nutzung durch eine Person | Einweisung am echten Arbeitsmittel vor selbstständigem Einsatz |
| neue Bauart oder neues Zubehör | Kennzeichnung, Verriegelung, Aufstellung und Herstellerangaben |
| geänderte Tätigkeit oder Umgebung | erneute Leiterentscheidung, Verkehrswege, Absturzkanten, Wetter oder elektrische Gefährdung |
| Unfall oder Beinaheereignis | welche Entscheidung oder Handlung angepasst und geübt werden muss |
| sichtbarer Mangel oder Fehlanwendung | Stop-Kriterium, Sicherung gegen Benutzung und Nachschulung |
| geänderte Unterlagen | Abgleich von Gefährdungsbeurteilung, Betriebsanweisung und Unternehmensversion |
| turnusmäßiger Termin | mindestens jährliche Wiederholung mit aktuellem Tätigkeitsbezug |
Nicht jede Änderung erfordert eine vollständig neue Veranstaltung für alle Teams. Ein begrenzter Änderungsanlass kann eine kurze, dokumentierte Ergänzung für die betroffene Gruppe rechtfertigen. Entscheidend ist, dass Inhalt, Zielgruppe und Ergebnis zum veränderten Risiko passen.
Wer die Leiterunterweisung durchführen kann
Der Arbeitgeber bleibt für Organisation und Wirksamkeit verantwortlich. Er kann die Durchführung an eine geeignete Führungskraft, Fachperson oder andere beauftragte Person geben. Die Eignung ergibt sich aus der Aufgabe: Die Person muss die betriebliche Gefährdungsbeurteilung, die eingesetzten Leiterarten, Herstellerinformationen, Regeln am Standort und den Meldeweg kennen. Außerdem muss sie sichere und unsichere praktische Ausführung unterscheiden können.
Die Bezeichnung befähigte Person für Leitern und Tritte gehört zur Prüfaufgabe. Wer unterweist, wird durch die Unterweisung nicht automatisch prüfbefähigt. Umgekehrt kann eine prüfbefähigte Person fachlich geeignet sein, wenn sie auch Tätigkeit, Zielgruppe, Sprache und betriebliche Organisation kennt. Rollen und Auftrag sollten deshalb benannt statt aus einer Berufsbezeichnung abgeleitet werden.
Für Gruppen mit unterschiedlichen Sprachkenntnissen müssen Erklärung, Bildmaterial, Vorführung und Fragen verständlich sein. Eine übersetzte Folie genügt nicht, wenn die sichere Handlung am Arbeitsmittel ungeprüft bleibt.
Musterablauf für 30 bis 45 Minuten
Die tatsächliche Dauer hängt von Bauarten, Gruppengröße und Übungsbedarf ab. Für eine einzelne, klar abgegrenzte Tätigkeit kann dieser Ablauf als Ausgangspunkt dienen:
| Zeit | Baustein | Ergebnis |
|---|---|---|
| 3 Minuten | Aufgabe und Handlungsziel | Gruppe kennt Arbeitsort, Tätigkeit und erwartetes Verhalten |
| 5 Minuten | Leiterentscheidung | sicherere Alternative und passende Bauart werden besprochen |
| 5 Minuten | Kennzeichnung und Sichtkontrolle | Traglast, Piktogramme, Leiter-ID und sichtbare Mängel werden gefunden |
| 7 Minuten | Aufstellung und Umgebung | Untergrund, Verkehr, Tür, Absturzkante und Sicherungen werden geprüft |
| 10 Minuten | individuelles Üben | jede Person führt die wichtigen Handgriffe selbst aus |
| 5 Minuten | Stop-Szenario | Mangel erkennen, Nutzung beenden, sichern und melden |
| 5 Minuten | Verständnis und Abschluss | Antworten, Korrekturen, offene Personen und Termin werden dokumentiert |
Bei mehreren Bauarten oder komplexen Arbeitsorten ist mehr Zeit einzuplanen. Gruppengröße darf nicht dazu führen, dass nur eine Person übt und alle anderen als „praktisch unterwiesen“ eingetragen werden.
Inhalte aus Gefährdungsbeurteilung und Herstellerangaben ableiten
Beginnen Sie nicht mit einer universellen Verbotsliste. Tragen Sie zuerst die konkrete Aufgabe ein: Was wird erreicht, transportiert, montiert oder kontrolliert? Danach folgen Arbeitshöhe, Dauer, benötigte Kraft, Werkzeug, beide Hände, Umgebung und mögliche sicherere Arbeitsmittel. Die Auswahlregeln der TRBS 2121 Teil 2 sind auf der eigenen Fachseite vertieft, damit die Unterweisungsvorlage nicht mit der Leiterentscheidung konkurriert.
Für jede tatsächlich vorhandene Bauart werden nur die zutreffenden Punkte übernommen. Beispiele:
- Tritt: vollständig öffnen, tragfähige Aufstellfläche nutzen, keine improvisierten Aufstiege ergänzen.
- Stehleiter: Spreizsicherung wirksam einrasten lassen und nicht in ungeeigneter Stellung als Anlegeleiter einsetzen.
- Anlegeleiter: sichere Anlage, Schutz gegen Wegrutschen und den vom Hersteller vorgegebenen Winkel beachten.
- Mehrzweckleiter: nur eine zugelassene Konfiguration wählen und Gelenke vollständig verriegeln.
- Teleskopleiter: Segmente, Verriegelungen und Reihenfolge nach Herstellerinformation prüfen.
- Podestleiter: Plattform, Geländer, Bremsen oder Stützen entsprechend der konkreten Bauart sichern.
Die Beispiele sind keine vollständige Bedienungsanleitung. Weicht eine Herstellerangabe ab oder verlangt die Gefährdungsbeurteilung zusätzliche Maßnahmen, gehört diese betriebliche Regel in die freigegebene Vorlage.
Sichtkontrolle vor jeder Benutzung
Die Kontrolle vor der Benutzung ist ein Verhalten der verwendenden Person. Sie ist von der dokumentierten wiederkehrenden Prüfung zu unterscheiden. Zeigen Sie am echten Arbeitsmittel, welche Punkte ohne Demontage sichtbar sind:
- Holme, Stufen, Sprossen, Plattform und Geländer auf Verformung, Riss oder fehlendes Teil ansehen.
- Füße, Endkappen und Auflagen auf festen Sitz und ausreichenden Halt prüfen.
- Gelenke, Spreizsicherungen, Verriegelungen, Seile und Zubehör der Bauart kontrollieren.
- Kennzeichnung, Leiter-ID, Belastungsangabe und Warnpiktogramme auffindbar halten.
- Öl, Schmutz, Eis oder andere rutschfördernde Stoffe erkennen.
- Ergebnis mit dem Aufstellort verbinden: Boden, Tür, Fahrzeugverkehr, Personen unterhalb, Strom, Wetter und Absturzkante.
Ein ungeklärter Befund ist kein Anlass zum Ausprobieren. Die Person stoppt, verhindert eine weitere Nutzung nach betrieblichem Verfahren und meldet den Zustand. Die Leiterprüfung Checkliste bleibt beim formalen Prüfprozess und wird nicht als tägliche Unterweisungsliste dupliziert.
Praktische Übung in sieben Schritten
Die Downloads enthalten eine Beobachtungstabelle, die nicht nur „teilgenommen“ oder „nicht teilgenommen“ kennt. Die unterweisende Person prüft sieben Handlungen:
- Entscheiden: Ist eine Leiter für die Aufgabe vertretbar, und passt die Bauart?
- Identifizieren: Wo stehen Leiter-ID, Traglast, Herstellerangaben und Warnzeichen?
- Kontrollieren: Welche Schäden oder fehlenden Teile sind ohne Hilfsmittel sichtbar?
- Aufstellen: Ist der Untergrund tragfähig, eben und gegen störenden Verkehr geschützt?
- Sichern: Sind Verriegelungen, Spreizsicherungen, Bremsen oder andere bauartbezogene Einrichtungen wirksam?
- Benutzen: Bleiben Kontakt, sicherer Stand, Körperposition, Last und Reichweite innerhalb der gezeigten Regeln?
- Abbrechen: Erkennt die Person einen Testmangel, stoppt sie und nutzt den vereinbarten Meldeweg?
Das Ergebnis lautet erst „sicher“, wenn die Person die Handlung ohne unaufgelösten Fehler ausführt. Korrektur und Nachschulung werden direkt daneben erfasst. Diese Beobachtung macht die Dokumentation glaubwürdiger als eine vorab ausgefüllte Teilnehmerliste.
Kontrollfragen mit erwarteter Handlung
Fragen sollten nicht nur Begriffe abfragen. Sie sollen zeigen, ob Beschäftigte unter realen Bedingungen richtig entscheiden. Nutzen Sie beispielsweise:
| Frage | Erwarteter Kern der Antwort |
|---|---|
| Warum ist diese Leiter für die Aufgabe geeignet? | Aufgabe, Höhe, Dauer, Umgebung, Bauart und sicherere Alternative wurden abgeglichen. |
| Welche Teile prüfen Sie vor der Verwendung? | bauartbezogene tragende Teile, Füße, Sicherungen, Verriegelungen und Kennzeichnung. |
| Was muss am Aufstellort geklärt sein? | Tragfähigkeit, Ebenheit, Verkehr, Türen, Personen, elektrische Anlage, Absturzkante und Wetter. |
| Wann brechen Sie die Tätigkeit ab? | bei Schaden, fehlender Sicherung, ungeeigneter Umgebung, unzulässiger Reichweite oder anderer ungeklärter Abweichung. |
| Wie verhindern Sie eine weitere Benutzung? | betriebliche Kennzeichnung, Separierung oder Sicherung anwenden und zuständige Stelle informieren. |
Eine offene Antwort ist besser als eine Ja-Nein-Frage. Bei Unsicherheit lässt die unterweisende Person den Handgriff erneut zeigen. Der ausgefüllte Status beschreibt dann „sicher“, „offen“ oder „nachzuholen“ und nicht pauschal „bestanden“.
Teilnehmernachweis richtig ausfüllen
Ein belastbarer Nachweis verbindet Person und Veranstaltung mit dem konkreten Inhalt. Halten Sie mindestens fest:
- Datum, Ort, Arbeitsbereich und Anlass
- Zielgruppe und verwendete Leiterarten
- Name und Funktion der unterweisenden Person
- Dokumentenstand der Gefährdungsbeurteilung, Betriebsanweisung und Herstellerunterlagen
- behandelte Themen und tatsächlich ausgeführte Übung
- Namen der Teilnehmenden
- Ergebnis des Verständnis- oder Praxischecks
- offene Korrektur, Nachholung und verantwortliche Person
- Version der Vorlage und nächster Termin oder Auslöser
Die BetrSichV fordert Datum und Namen in schriftlicher Form, aber keine bestimmte Unterschriftszeile. Der Betrieb legt nach Rechtsbereich und interner Nachweisordnung fest, ob handschriftliche Unterschrift, digitale Bestätigung oder ein anderer nachvollziehbarer Abschluss genutzt wird. Die allgemeine Seite Unterweisungsnachweis behandelt diese Nachweisfrage ohne Leiterbezug.
Bewahren Sie nicht nur die leere Vorlage auf. Archiviert wird die tatsächlich verwendete, freigegebene Version zusammen mit Anlagen und offenen Nachschulungen. So lässt sich später nachvollziehen, welche Bauart und welche Tätigkeit Gegenstand waren.
Dokumente nicht miteinander verwechseln
| Dokument oder Handlung | Zweck | Gehört nicht hinein |
|---|---|---|
| Gefährdungsbeurteilung | Gefährdungen ermitteln, Alternative und Maßnahmen festlegen | Teilnehmerliste als Ersatz für die Risikobewertung |
| Betriebsanweisung | dauerhaft geltende Verhaltens- und Störungsregeln bündeln | Zustand jeder einzelnen Leiter prüfen |
| Unterweisung | Regeln verständlich vermitteln, üben und Verständnis prüfen | formale wiederkehrende Arbeitsmittelprüfung |
| Kontrolle vor Benutzung | sichtbaren Zustand und sicheren Aufstellort vor dem Einsatz beurteilen | langfristige Prüffrist festlegen |
| wiederkehrende Prüfung | Zustand des gekennzeichneten Arbeitsmittels fachlich beurteilen | Verhalten aller Benutzer schulen |
Diese Trennung schützt auch vor Suchkannibalisierung innerhalb des Themenclusters. Wer eine Vorlage zur Unterweisung sucht, erhält hier Agenda, Übung, Fragen und Teilnehmerstatus. Prüfqualifikation, Prüfprotokoll, Betriebsanweisung und Gefährdungsbeurteilung bleiben auf ihren spezialisierten Seiten.
Zwei Beispiele für die Anpassung
Karton mit einer Podestleiter aus dem Regal holen
Im Versandlager soll ein leichter Karton aus einem Regal entnommen werden. Die Gefährdungsbeurteilung erlaubt dafür eine gekennzeichnete Podestleiter. Die Person prüft Füße, Plattform, Geländer und Gelenke, sperrt den kreuzenden Fußweg, stellt die Leiter vollständig auf und übergibt den Karton körpernah. Bei einem defekten Fuß, blockierten Weg oder nötigen Hinauslehnen wird abgebrochen. Dieses Beispiel ist bereits als ausgefülltes Muster in den Downloads enthalten.
Kurze Sichtprüfung an einer technischen Anlage
Für eine kurze Sichtprüfung wird zunächst geklärt, ob ein fest installierter Zugang verfügbar ist. Wenn die freigegebene Gefährdungsbeurteilung eine Leiter vorsieht, werden Bauart, Anlagepunkt, elektrischer Abstand und Bereich unterhalb konkret eingetragen. Werkzeug oder Messmittel dürfen den sicheren Kontakt nicht beeinträchtigen. Die Übung umfasst den Aufbau am vorgesehenen Ort und ein Stop-Szenario bei ungeklärter elektrischer Gefährdung.
Die Beispiele dürfen nicht unverändert übernommen werden. Ihr Wert liegt darin, den nötigen Tätigkeitsbezug zu zeigen.
Freigabe- und Aktualisierungscheck
Vor der ersten betrieblichen Nutzung der Vorlage werden diese Fragen beantwortet:
- Sind Tätigkeit, Standort, Zielgruppe und Leiterarten eindeutig begrenzt?
- Wurde geprüft, ob ein sichereres Arbeitsmittel für die Aufgabe vorgesehen ist?
- Stimmen Inhalte mit Gefährdungsbeurteilung, Betriebsanweisung und Herstellerangaben überein?
- Sind Verkehr, Türen, Absturzkanten, Strom und Witterung für den Arbeitsort behandelt?
- Werden die tatsächlich vorhandenen Sicherungen und Verriegelungen gezeigt?
- Ist der Meldeweg für Mängel samt Sicherung gegen weitere Benutzung bekannt?
- Führt jede betroffene Person die wesentlichen Handlungen selbst aus?
- Werden Verständnis, Korrektur und Nachholung getrennt dokumentiert?
- Sind Version, Freigabe, Ablage und nächster Termin festgelegt?
Nach Unfall, Beinaheereignis, neuem Arbeitsmittel, geändertem Aufstellort oder wiederholter Fehlanwendung wird nicht nur das Datum gewechselt. Prüfen Sie, welche Entscheidung oder Handlung im Dokument geändert und erneut geübt werden muss.
Primärquellen und rechtliche Grenze
Die Seite beschreibt den Arbeitsschutzrahmen in Deutschland und ist keine Rechtsberatung. Zuständiger Unfallversicherungsträger, Herstellerinformation, Tarif- oder Branchenregel und betriebliche Gefährdungsbeurteilung können zusätzliche Vorgaben enthalten.
Verwendete Primärquellen: