Ausbildung zur Fachkraft für Arbeitssicherheit: Kurzantwort

Die Ausbildung zur Fachkraft für Arbeitssicherheit, auch Sifa- oder FASI-Ausbildung genannt, ist ein Qualifizierungslehrgang zum Erwerb der sicherheitstechnischen Fachkunde. Sie ersetzt weder die persönliche Grundqualifikation noch die spätere schriftliche Bestellung durch einen Arbeitgeber.

Frage Antwort
Was ist der Abschluss? Ein erfolgreicher Nachweis der sicherheitstechnischen Fachkunde im absolvierten Qualifizierungsweg.
Wie ist Sifa 3.0 aufgebaut? Sechs Lernfelder mit Seminar, selbstorganisierter Lernzeit, betrieblichem Praktikum und Lernerfolgskontrollen.
Wie lange dauert die Ausbildung? Das hängt von Modell und Umfang ab: Die Beispiele unten reichen von sechs Monaten für Lernfelder 1 bis 5 in Vollzeit bis zu etwa zwei Jahren im berufsbegleitenden Gesamtweg. Fehlendes Lernfeld 6 und Wartezeiten sind zusätzlich zu planen.
Ist sie vollständig online? Üblicherweise nein. Sifa 3.0 ist Blended Learning mit digitalen, Seminar- und betrieblichen Praxisphasen.
Reicht der Lehrgang für die Tätigkeit? Nein. Grundqualifikation, Berufspraxis, Branchenspezifik und schriftliche Bestellung müssen ebenfalls passen.

Datenstand: 21. September 2026. Die DGUV Akademie veröffentlicht bereits Unterlagen für Kursstarts 2027. Die unten genannten Zeitangaben sind deshalb jeweils dem Träger und Dokumentstand zugeordnet, keine einheitliche Ausbildungsdauer. Preise, Verfügbarkeit und geltende Vorschriften sind vor einem Vertrag erneut zu prüfen.

Welcher Ausbildungsweg passt? Entscheidung in 60 Sekunden

Nicht der bekannteste Anbieter, sondern Ausgangslage und späterer Einsatz bestimmen den richtigen Weg. Diese Reihenfolge verhindert, dass ein Kurs zwar absolviert wird, aber Lernfeld 6, Zulassung oder Bestellung später nicht passen.

Ausgangslage Sinnvoller erster Schritt Nicht vorschnell annehmen
Beschäftigte Person soll Sifa im eigenen Betrieb werden zuständigen Unfallversicherungsträger des Betriebs nach Teilnahmeweg, Zielgruppe und Lernfeld 6 fragen dass jeder BG- oder UK-Kurs für betriebsfremde Selbstzahler offensteht
Tätigkeit im öffentlichen Dienst zuständige Unfallkasse und Angebote der DGUV Akademie prüfen dass ein Kursplatz ohne Entsendung oder Anmeldeberechtigung buchbar ist
Kein passender Platz beim Unfallversicherungsträger freien Träger in der BAuA-Liste suchen und Anerkennungszeitraum schriftlich bestätigen lassen dass „zertifiziert“, „IHK“ oder „online“ automatisch die erforderliche Anerkennung bedeutet
Bereits ausgebildete Sifa wechselt die Branche nur fehlende Branchenspezifik beziehungsweise Lernfeld 6 klären dass Lernfelder 1 bis 5 komplett wiederholt werden müssen
Grundqualifikation oder Berufspraxis ist unklar vor Vertragsabschluss schriftliche Vorprüfung bei Träger, UVT und gegebenenfalls Behörde einholen dass die Kursteilnahme eine spätere uneingeschränkte Bestellung garantiert
Kurs soll aus eigener Initiative begonnen werden Praxisbetrieb, Freistellung, Finanzierung und späteren Einsatz vor der Anmeldung sichern dass sich die betrieblichen Praxisphasen erst während des Lehrgangs organisieren lassen

Die Detailprüfung der persönlichen Zugangswege bleibt auf Fachkraft für Arbeitssicherheit Voraussetzungen. Speziell für den Quereinstieg grenzt Sifa-Ausbildung ohne Meister zulässige Wege und Ausnahmefragen ab.

Vom Kursinteresse zur Bestellung: fünf Entscheidungen

Google-Suchen vermischen häufig „Ausbildung“, „Weiterbildung“, „Lehrgang“ und „Bestellung“. Für eine belastbare Planung sind diese Entscheidungen zu trennen:

  1. Eignung prüfen: Grundqualifikation, Berufspraxis und mögliche Ausnahmefragen dokumentieren.
  2. Zuständigkeit bestimmen: späteren Betrieb, Branche und zuständigen Unfallversicherungsträger festlegen.
  3. Fachkunde planen: Anerkennung für Lernfelder 1 bis 5, Branchenspezifik in Lernfeld 6 und Praxisbetrieb zusammen prüfen.
  4. Lehrgang absolvieren: SEM, SOL, PRA und alle vorgesehenen LEK im verbindlichen Lernpfad abschließen.
  5. Funktion übertragen: die Person schriftlich als Fachkraft für Arbeitssicherheit bestellen und Aufgaben sowie Betreuungsrahmen festlegen.

Das Arbeitssicherheitsgesetz § 7 regelt die Anforderungen an bestellte Fachkräfte. Die BAuA erläutert Ausbildung und Bestellung und betont, dass ein Lehrgangsabschluss allein nicht genügt.

Voraussetzungen vor der Kursbuchung prüfen

Für den Regelfall werden Grundqualifikation, Berufspraxis und anerkannter Lehrgang zusammen betrachtet. Welche trägerspezifische Fassung der DGUV Vorschrift 2 bereits gilt, ist wichtig: Der DGUV-Mustertext von 2024 wird seit 2025 schrittweise von Berufsgenossenschaften und Unfallkassen in Kraft gesetzt. Er öffnet den Zugang für weitere gleichwertige Fachrichtungen. Maßgeblich ist deshalb nicht irgendeine Kurswerbung, sondern die für den späteren Betrieb geltende Vorschrift.

Prüfschritt Nachweis Wer bei Unklarheit hilft
Grundqualifikation Ingenieur-, Techniker-, Meister- oder nach geltender Vorschrift gleichwertiger Abschluss zuständiger Unfallversicherungsträger
Berufspraxis Zeugnisse und Tätigkeitsnachweise; im Regelfall zwei Jahre nach der Qualifikation Lehrgangsträger und Unfallversicherungsträger
Lehrgang Anerkennung für Lernfelder 1 bis 5 sowie passender Weg für Lernfeld 6 BAuA-Liste anerkannter Sifa-Lehrgänge
Sonderfall schriftliche Einzelfallklärung oder Ausnahme zuständige Arbeitsschutzbehörde
späterer Einsatz Betrieb, Branche, Aufgaben und Betreuungsform Arbeitgeber und Unfallversicherungsträger

Die vollständige rechtliche Einordnung steht auf Fachkraft für Arbeitssicherheit Voraussetzungen. Für Wege ohne Meisterabschluss ist Sifa-Ausbildung ohne Meister die engere Detailseite.

Anmeldung vorbereiten: sieben Nachweise und Zusagen

Vor einer Kursbuchung sollten nicht nur Abschlusszeugnisse vorliegen. Ein entscheidungsreifes Dossier enthält:

  1. Grundqualifikation: Abschlussurkunde und, falls nötig, Nachweis der Berechtigung zur Berufsbezeichnung.
  2. Berufspraxis: Arbeitszeugnisse oder Tätigkeitsnachweise mit Zeitraum, Funktion und Beschäftigungsumfang.
  3. Geplanter Einsatz: vorgesehener Betrieb, Branche, Rolle und zuständiger Unfallversicherungsträger.
  4. Entsendung oder Anmeldung: Bestätigung des Arbeitgebers; bei der BGN erfolgt die Anmeldung beispielsweise durch Unternehmensleitung, Personalabteilung oder eine Vertretung im Amt.
  5. Praxisbetrieb: benannter Arbeitsbereich, Datenzugang, betriebliche Ansprechperson und Freigabe für Praxisaufgaben.
  6. Qualifizierungsweg: Anerkennungsnachweis für Lernfelder 1 bis 5 und schriftlicher Plan für Lernfeld 6.
  7. Zeit und Technik: verbindliche Freistellung, Endgerät, Internetzugang, Reisebudget und Ersatzregelung bei Ausfall.

Die BGN trennt ausdrücklich zwischen Zulassung zum Lehrgang und späterer Bestellung. Diese Trennung gilt als Prüfprinzip auch dann, wenn ein anderer Träger zuständig ist. Bei abweichender Grundqualifikation sollte die Antwort vor Zahlung schriftlich und auf den geplanten Einsatz bezogen vorliegen.

Die sechs Lernfelder von Sifa 3.0

Die DGUV Akademie und die aktuellen UVT-Lehrgänge strukturieren die Qualifizierung in sechs Lernfelder. Lernfelder 1 bis 5 sind branchenübergreifend, Lernfeld 6 vermittelt die Branchenspezifik.

Lernfeld Schwerpunkt Typische Anwendung
LF 1 Einführung und Aufgaben der Sifa Rolle klären, Auftrag mit der Leitung abstimmen
LF 2 Arbeitssystem und betriebliche Organisation Betrieb als System erfassen und Handlungsbedarf erkennen
LF 3 Beurteilung der Arbeitsbedingungen Gefährdungen und Belastungen systematisch beurteilen
LF 4 Arbeitssystemgestaltung Maßnahmen und sichere Arbeitssysteme entwickeln
LF 5 Integration in die Organisation Arbeitsschutz in Führung und Prozesse verankern
LF 6 branchenspezifischer Teil Fachkunde auf typische Gefährdungen der Branche übertragen

Der Lernpfad verbindet drei Lernorte. Die BG BAU beschreibt Seminar, Selbstlernen und betriebliche Praxis getrennt von den Lernerfolgskontrollen:

  • SOL: selbstorganisierte Lernzeit, meist über die digitale Sifa-Lernwelt
  • SEM: Seminar oder Webseminar mit Lernbegleitung
  • PRA: betriebliches Praktikum zur Anwendung der erworbenen Kompetenzen

LEK sind kein vierter Lernort. Eine Lernerfolgskontrolle bewertet die entwickelten Kompetenzen und kann in eine Seminar-, Selbstlern- oder Praxisphase eingebunden sein. Lernfeld, Lernort und Prüfung bezeichnen unterschiedliche Dinge.

Für seit dem 1. Juli 2023 neu begonnene Lehrgänge gilt laut BAuA das Modell 3.0; zuvor gestartete Lehrgänge durften noch abgeschlossen werden. Das Lernmodell erklärt Sifa 3.0 im Detail.

Dauer 2026: belastbare Anbieterbeispiele

Es gibt keine allgemeingültige Dauer. Ein Vergleich muss erkennen lassen, ob nur Lernfelder 1 bis 5 oder der Weg einschließlich Lernfeld 6 gemeint ist. Die folgende Auswahl wurde am 21. September 2026 geprüft; sie ist keine Rangliste oder Anbieterempfehlung.

Anbieter und Modell Dauer, Umfang und Planungsgrenze
DGUV Akademie: Kursunterlagen 2027 Die Beschreibung vom 1. September 2026 nennt etwa 85 Wochen im Standard- und 60 Wochen im Schnellläufer-Kurs. Sie umfasst LF 1 bis 5 und LF 6 für die öffentliche Hand. Für SOL und PRA werden mindestens ein beziehungsweise zwei Arbeitstage pro Woche vorausgesetzt.
BGHM Regulär ist der Abschluss innerhalb von etwa zwei Jahren vorgesehen; der Intensivkurs dauert rund 60 Wochen. Der Weg umfasst LF 1 bis 6 Holz und Metall. Für den Intensivkurs nennt die BGHM durchgängig mindestens 2,5 Tage pro Woche.
TÜV Rheinland Akademie Die Seite nennt etwa 18 Monate berufsbegleitend. Für Vollzeit stehen dort widersprüchlich acht Monate im Haupttext und neun Monate in den FAQ. Den konkreten Kursplan schriftlich klären. Das gelistete Angebot mit 917 Unterrichtseinheiten umfasst LF 1 bis 5; LF 6 ist separat zu prüfen.
SVG Sifa-Akademie Rund sechs Monate Vollzeit für LF 1 bis 5, zusätzlich LF 6 beim zuständigen UV-Träger. Laut Anbieter fließt während des Vollzeitabschnitts die gesamte Arbeitszeit in die Qualifizierung. Sechs Monate sind daher nicht automatisch die Dauer bis zur vollständigen Fachkunde.

Die DGUV-Zahlen stammen unmittelbar aus der Lehrgangsbeschreibung 2027, Seite 11 (PDF). Auf der Anmeldeseite wird der Beginn der Anmeldung für 2027 frühestens für Oktober 2026 angekündigt. Ein veröffentlichter Kursplan ist noch keine Platzbestätigung.

Diese Werte sind Anbieterangaben, keine gesetzliche Mindest- oder Höchstdauer. Ein Werbeversprechen wie „Sifa-Ausbildung in vier Monaten“ ist nur dann sinnvoll, wenn Anerkennung, alle Lernfelder, Praxis, LEK, Branchenspezifik und tatsächliche Wochenbelastung nachvollziehbar ausgewiesen sind.

Vom Kursende zum möglichen Einsatztermin rechnen

Für die Personalplanung zählt der früheste Zeitpunkt, zu dem alle Voraussetzungen erfüllt sind, nicht nur das Ende des ersten Kursabschnitts. Halte dafür drei Termine getrennt fest: Abschluss von Lernfeldern 1 bis 5, Abschluss des passenden Lernfelds 6 und voraussichtliche Erfüllung noch offener persönlicher Voraussetzungen. Anschließend bleibt die betriebliche Bestellung vorzubereiten.

Fiktives Beispiel: Ein sechsmonatiger Vollzeitkurs für Lernfelder 1 bis 5 endet im März. Das benötigte Lernfeld 6 ist erst im Juni verfügbar. Der Betrieb kann den vollständigen Qualifizierungsweg dann nicht schon für März als erledigt einplanen. Eine offene Berufspraxis-Frage könnte den möglichen Einsatz zusätzlich verschieben. Diese Zeitachse ist eine redaktionelle Planungshilfe, keine Aussage über einen realen Kurs oder eine Ausnahmegenehmigung.

Zeitbudget vor der Anmeldung rechnen

Der Kalenderzeitraum allein unterschätzt den Aufwand. Der Arbeitgeber sollte vorab klären:

  • Wie viele bezahlte Arbeitstage stehen pro Woche für SOL und PRA zur Verfügung?
  • Gibt es einen geeigneten Praxisbereich und Zugriff auf betriebliche Unterlagen?
  • Wer begleitet Praxisaufgaben und gibt interne Daten frei?
  • Welche Präsenztermine, Reisezeiten und Übernachtungen fallen an?
  • Was passiert bei Krankheit, verpasster LEK oder Kursunterbrechung?

Fehlt dieses Zeitbudget, wird auch ein kürzerer Lehrgang organisatorisch riskant.

Berufsgenossenschaft, Unfallkasse oder freier Träger?

Der richtige Zugang hängt von Beschäftigung, Mitgliedsbetrieb, Branche und Kursziel ab.

Weg Wann er passen kann Vor Anmeldung prüfen
Berufsgenossenschaft oder Unfallkasse Person arbeitet in einem Mitgliedsbetrieb und ist für die Sifa-Funktion vorgesehen Zuständigkeit, Zielgruppe, freie Plätze, Kostenübernahme und Lernfeld 6
DGUV Akademie insbesondere Qualifizierungswege des öffentlichen Dienstes und der UVT Anmeldeberechtigung und tatsächliche Verfügbarkeit; am 21. September 2026 wurde der Anmeldestart für 2027 frühestens für Oktober 2026 angekündigt
anerkannter freier Bildungsträger kein passender UVT-Platz, gewünschtes Vollzeit- oder Teilzeitmodell aktuelle Anerkennung, enthaltene Lernfelder, Branchenteil, Preis und Praxisbetrieb
Hochschule Sifa-Module im sicherheitstechnischen oder anderen Studiengang ob der konkrete Studienweg anerkennungsfrei oder anerkennungspflichtig ist

Die BGN beschreibt als Teilnahmebedingungen unter anderem die Beschäftigung in einem Mitgliedsunternehmen und die vorgesehene Sifa-Funktion. Das lässt sich nicht auf jede Berufsgenossenschaft übertragen.

Eine IHK-Liste kann bei der Orientierung helfen, ist aber kein eigener Anerkennungsnachweis. Die IHK Rhein-Neckar verweist selbst auf Spezifikationen, Anerkennung und Branchenpassung. Ihre Seite enthält zugleich eine ältere Fernlehrgangsbeschreibung aus dem früheren Ausbildungsmodell. Solche Angaben dürfen nicht als aktueller Sifa-3.0-Kursplan übernommen werden.

Ist „Fachkraft für Arbeitssicherheit IHK“ der richtige Abschluss?

Ein bundesweit einheitlicher IHK-Abschluss ist nicht der gesetzliche Dreh- und Angelpunkt. Entscheidend sind die persönliche Bestellfähigkeit, ein staatlich oder vom Unfallversicherungsträger veranstalteter beziehungsweise anerkannter Qualifizierungsweg und der passende Branchenteil. Eine IHK-Anbieterliste kann die Recherche erleichtern; verbindlich wird der Kurs dadurch nicht automatisch.

Für freie Träger sollte deshalb in der BAuA-Liste anerkannter Sifa-Lehrgänge geprüft werden:

  • exakter Name des Bildungsträgers,
  • Geltungsdauer der Anerkennung,
  • Umfang der anerkannten Lernfelder 1 bis 5,
  • gesonderter Weg für Lernfeld 6,
  • Übereinstimmung zwischen gelistetem und angebotenem Lehrgang.

Kosten der Sifa-Ausbildung richtig vergleichen

Bei einem UVT-Lehrgang gelten andere Bedingungen als bei einem privat gebuchten Kurs. Ein Preisvergleich braucht deshalb dieselbe Leistungsbasis.

Kostenblock Konkrete Prüffrage
Lehrgang Sind Lernfelder 1 bis 5, LEK, Lernbegleitung und Unterlagen enthalten?
Branchenspezifik Ist Lernfeld 6 enthalten, separat zu buchen oder über einen Kooperationspartner organisiert?
Arbeitszeit Welche bezahlte Lern- und Praxiszeit wird mit dem Arbeitgeber vereinbart?
Reise Wie viele Präsenzorte, Übernachtungen und Fahrtage fallen an?
Technik Werden Endgerät, Software und Zugang zur Sifa-Lernwelt gestellt?
Wiederholung Welche Gebühren oder Wartezeiten entstehen bei einer nicht bestandenen LEK?

Als datiertes Preisbeispiel, nicht als Marktmittelwert: Die verlinkte TÜV-Rheinland-Angebotsübersicht zeigte am 21. September 2026 für 917 Unterrichtseinheiten der Lernfelder 1 bis 5 einen Nettopreis von 13.800 Euro. Lernfeld 6 wird separat angeboten. Vor Buchung sind der Preis des konkreten Termins und der eingeschlossene Leistungsumfang zu bestätigen. Eine vollständige Budgetlogik bietet Sifa-Ausbildung Kosten; laufende Betreuungskosten gehören auf Fachkraft für Arbeitssicherheit Kosten.

Online, Vollzeit oder berufsbegleitend wählen

„Online“ beschreibt meist nur einen Teil des Lernwegs. Die Entscheidung sollte sich an Arbeitszeit, Praxisbetrieb und Lernorganisation orientieren.

Format Vorteil Engpass
berufsbegleitend Anwendung im eigenen Betrieb über längere Zeit verlässliche Freistellung über viele Monate
Vollzeit oder intensiv kürzere Kalenderdauer hohe Wochenbelastung und weiterhin erforderliche Praxisphasen
Blended Learning digitale Lernzeit mit betreuten Seminarphasen nicht automatisch ortsunabhängig
UVT-Lehrgang starke Branchen- und Betriebseinbindung Mitgliedschaft, Zuständigkeit und Platzverfügbarkeit

Wer gezielt einen digitalen Kurs sucht, findet die Abgrenzung unter Sifa 3.0 Ausbildung online. Der konkrete Kurs- und Anbietercheck bleibt auf Fachkraft für Arbeitssicherheit Lehrgang.

Lernerfolgskontrollen und Praxis

Die Qualifizierung prüft nicht nur auswendig gelerntes Wissen. Die aktuellen Lehrgangsmodelle verlangen, dass Teilnehmende reale Handlungssituationen bearbeiten, Arbeitsbedingungen beurteilen, Lösungen entwickeln und Ergebnisse nachvollziehbar darstellen.

Die veröffentlichten UVT-Abläufe enthalten mehrere Lernerfolgskontrollen, teilweise innerhalb von SOL- oder PRA-Phasen. Anzahl, Form und Zuordnung sind aus den für den eigenen Kurs geltenden Unterlagen zu übernehmen. Eine neu veröffentlichte Prüfungsordnung für einen späteren Kursjahrgang ersetzt nicht automatisch die Unterlagen eines bereits laufenden Kurses. Fremde Frage-Dumps oder vermeintliche „Prüfungsfragen als PDF“ sind keine belastbare Vorbereitung.

Für die Detailthemen gibt es:

Anbieter in 10 Punkten prüfen

Vor einem Vertrag sollten diese Fragen schriftlich beantwortet sein:

  1. Wer hat den Lehrgang für welchen Zeitraum anerkannt?
  2. Umfasst das Angebot Lernfelder 1 bis 5?
  3. Wie und bei wem wird Lernfeld 6 absolviert?
  4. Passt die Zulassung zur Grundqualifikation und Berufspraxis?
  5. Wie verteilen sich SEM, SOL, PRA und LEK?
  6. Wie viele Arbeitstage pro Woche sind realistisch einzuplanen?
  7. Welche Präsenz- und Pflichttermine gibt es?
  8. Welche Leistungen und Nebenkosten sind im Preis enthalten?
  9. Wie sind Wiederholung, Unterbrechung und Anbieterwechsel geregelt?
  10. Welche Abschluss- und Praxisnachweise erhält der Betrieb?

Eine bloße Teilnahmebescheinigung, ein „IHK“-Hinweis oder die Bezeichnung „online“ beantwortet diese Fragen nicht.

Nach dem Abschluss folgt die Bestellung

Der erfolgreiche Lehrgang macht eine Person nicht automatisch zur bestellten Fachkraft für Arbeitssicherheit. Der Arbeitgeber muss die Eignung prüfen, die Person schriftlich bestellen und die Aufgaben nach ASiG übertragen. Branchenspezifische Kenntnisse und der betriebliche Betreuungsrahmen müssen ebenfalls passen.

Die überarbeitete DGUV Vorschrift 2 von 2024 wird seit 2025 trägerspezifisch eingeführt. Deshalb sollte der Betrieb die aktuell geltende Fassung direkt beim zuständigen Unfallversicherungsträger abrufen. Die DGUV hält den Mustertext und die DGUV Regel 100-002 bereit.

Die praktische Umsetzung erklärt Bestellung Fachkraft für Arbeitssicherheit. Fortbildung nach der Qualifizierung ist unter Fachkraft für Arbeitssicherheit Fortbildung getrennt behandelt.

Was ArbeitsschutzPilot dabei leistet

ArbeitsschutzPilot bietet keine Sifa-Ausbildung an, prüft keine Zulassung und ersetzt weder Lehrgangsträger noch Aufsichtsbehörde. Betriebliche Dokumentation und Qualifizierung haben unterschiedliche Zwecke: Eine abgelegte Unterlage macht aus einer Teilnahme keinen bestandenen Fachkundelehrgang.

Verbindliche Aufgabenstellungen, Abgaben und Prüfungsergebnisse gehören in die vom Träger vorgegebenen Verfahren. Betriebliche Maßnahmen und Verantwortlichkeiten sind davon getrennt zu organisieren. Für Praktikumsaufgaben bleiben die Vorgaben des Trägers zu Hilfsmitteln und zum Umgang mit Betriebsdaten maßgeblich.

Recherchebasis und Quellen

Inhaltlich überarbeitet am 21. September 2026 mit KI-Unterstützung. Vor der Überarbeitung wurden zehn öffentlich auffindbare Vergleichsseiten von BAuA, DGUV Akademie, BGHM, BGN, BG BAU, BGW, BGHW, SVLFG, TÜV Rheinland und SVG über Websuche ausgewertet. Die Recherche belegt keine bestimmten Google-Rangpositionen. Geprüft wurden insbesondere Kursumfang, Lernorte, Termine und Wochenbelastung; die verlinkte DGUV-Lehrgangsbeschreibung für 2027 wurde direkt herangezogen.

Das Terminbeispiel und die Entscheidungshilfen sind redaktionelle Einordnungen, keine eigenen Ausbildungserfahrungen oder fachliche Freigabe eines Lehrgangsträgers.

Primärquellen:

Anbieterpreise, Termine, Zulassung und Anerkennung können sich ändern. Für den Einzelfall sind der zuständige Unfallversicherungsträger, die Arbeitsschutzbehörde und der jeweilige Lehrgangsträger maßgeblich.