G35 als Suchbegriff richtig einordnen
G35 ist in der Praxis noch verbreitet. Für die Arbeitgeberorganisation sollte daraus aber kein starres Formular werden. Entscheidend ist die konkrete berufliche Auslandsreise.
- Einsatzland oder Region beschreiben
- Tätigkeit, Aufenthaltsdauer und Einsatzbedingungen erfassen
- besondere klimatische oder gesundheitliche Belastungen prüfen
- zuständige arbeitsmedizinische Stelle früh einbinden
- medizinische Details nicht im Arbeitsschutztool speichern
Vorsorge, Reiseorganisation und Datenschutz trennen
Arbeitsmedizinische Vorsorge bei Auslandsaufenthalten ist nicht dasselbe wie Reisekosten, allgemeine Urlaubsberatung oder ein privater Gesundheitscheck.
- Vorsorgeanlass aus Gefährdungsbeurteilung und ArbMedVV prüfen
- ärztliche Beratung und mögliche Untersuchung der Fachstelle überlassen
- Bescheinigung und Terminstatus datensparsam dokumentieren
- Impf- oder Befunddaten nicht in allgemeine Personal- oder Arbeitsschutzlisten übernehmen
Typische betriebliche Anlässe
G35-Suchen entstehen häufig bei Entsendung, Montage, Projektarbeit, Dienstreise, humanitärem Einsatz, Baustellen, Forschung oder Serviceeinsätzen im Ausland. Beispiele ersetzen keine Einzelfallprüfung.
- tropische, subtropische oder sehr kalte Regionen
- eingeschränkte medizinische Versorgung
- erhöhte Infektions- oder Hygienerisiken
- besondere körperliche oder psychische Belastungen am Einsatzort
ArbeitsschutzPilot nutzen
ArbeitsschutzPilot verbindet Reiseanlass, Gefährdungsbeurteilung, Vorsorgeanlass, ärztliche Stelle, Terminstatus, Bescheinigung und Review. Medizinische Befunde und Impfdetails bleiben bei der ärztlichen Stelle.