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Ausfüllbares Formular mit 64 Prüfpunkten öffnen
Die Datei funktioniert als Bildschirmformular und als Druckvorlage. Für jedes Kriterium gibt es die Auswahl Ja, Nein oder nicht anwendbar sowie ein freies Feld für Befund und Begründung. Keines dieser Felder ist vorausgefüllt. Vier Maßnahmenblöcke führen offene Punkte bis zu einem kontrollierbaren Abschluss weiter.
| Merkmal | Ausgestaltung |
|---|---|
| Format | interaktive PDF und druckbare A4-Arbeitshilfe |
| Umfang | zehn Seiten, davon acht Kriterienseiten mit insgesamt 64 Punkten |
| Ausgangszustand | alle Bewertungen, Notizen und Freigaben leer |
| Schwerpunkt | Betreiberalltag, Nutzung, Gebäude, Störung, Notruf und Zusammenarbeit |
| Aufgabensteuerung | Befund, Priorität, Aktion, Zuständigkeit, Fälligkeit und Zwischenregel |
| Wirksamkeit | eigener Nachweis für Wirkung, Restrisiko und Freigabe |
| Abruf | kostenlos und ohne Benutzerkonto |
| Quellenprüfung | redaktioneller Abgleich am 17. August 2026 |
Aufbau der zehn Seiten
- Anlage und Beurteilungsrahmen: Betreiber, Kennzeichnung, Standort, Haltestellen, Nutzung, Last, Beteiligte und Review-Anlass.
- Systemgrenze und Dokumente: Aufzug, Gebäudeübergänge, bestimmungsgemäße Nutzung, Verantwortungen und vorhandene Erkenntnisse.
- Personen und Umgebung: Nutzergruppen, Hilfsmittel, Verkehrsflächen, Orientierung, Brandkonzept, Witterung und bauliche Arbeiten.
- Zugang und Türen: Technikbereiche, Berechtigungen, Schachttüren, Fahrkorbtüren, Quetschstellen, Bedienfelder und Manipulationsschutz.
- Regelbetrieb: Lastgrenzen, Ein- und Aussteigen, Transporte, Nutzerinformation, Beschränkungen und sichere Reinigung.
- Kontrollen und Störungen: sichtbare Mängel, Funktionsauffälligkeiten, Meldung, Sperrentscheidung, Kommunikation und Wiederfreigabe.
- Notfallorganisation: Zweiwege-Kommunikation, Notdienst, Notfallplan, Befreiungsanleitung, Hilfsmittel und gemeinsame Abläufe.
- Wartung und Fremdfirmen: Arbeitsübergabe, Abgrenzung, Absicherung, Parallelgewerke, Rückmeldung und Anlagenrückgabe.
- Prüfung und Veränderung: Prüfplanung, Bescheinigungen, Mängelverfolgung, Umbau, digitale Übergabe, Unterweisung und Revision.
- Maßnahmenabschluss: vier Aufgabenpakete sowie Gesamturteil, Einschränkungen, offene Stop-Punkte, Wirkungsdatum und Freigabe.
Vergleich von zehn sichtbaren Suchergebnissen
Vor der Überarbeitung wurden am 17. August 2026 zehn sichtbare Treffer für die konkrete Suchabsicht untersucht. Eine Suchposition hängt unter anderem von Standort, Sprache, Gerät und Zeitpunkt ab. Die folgende Übersicht dokumentiert daher den sichtbaren Wettbewerb und seine Nutzbarkeit, nicht eine unveränderliche Platzierung.
| Ergebnis | Was Suchende dort erhalten | Offener Bedarf beim Betreiberformular |
|---|---|---|
| WEKA Muster Gefährdungsbeurteilung Aufzug | Downloadangebot für eine DOCX-Datei | Abruf setzt Formulardaten voraus; kein sofort nutzbares, leeres PDF |
| FM-Connect Mustergefährdungsbeurteilung | umfangreiche Erläuterung von Planung bis Instandhaltung | breite Informationsseite statt direkt ausfüllbarer Arbeitsdatei |
| AMEV Aufzug 2022 | Leitfaden für öffentliche Gebäude mit dokumentiertem Beispiel | fachlicher Kontext und Beispiel, aber kein blankes interaktives Universalformular |
| BAuA TRBS 1111 | amtliche Prozesskonkretisierung mit Aufzugbeispiel im Regelwerk | hohe Autorität, jedoch kein eigenständiger Betreiber-Download für den Tagesbetrieb |
| Vorlagen.de Aufzugsanlagen | kommerzielle Dokumente für einzelne Aufzugarbeiten | kostenpflichtige Tätigkeitsmuster statt anlagenbezogener Betreiberbeurteilung |
| BGHM vorbereitete Beurteilungen | Branchenhilfen für Montage und Instandhaltung | Schwerpunkt auf Beschäftigtentätigkeiten des Auftragnehmers |
| TÜV NORD Aufzüge | einzelne Downloads zu Notfallplan, beauftragter Person und Cyberthemen | hilfreiche Teilbausteine, aber kein zusammenhängendes Betreiberformular |
| BAuA Fragen und Antworten zu Aufzügen | amtliche Antworten zu ausgewählten Betreiberfragen | Nachschlagewerk ohne Maßnahmen- und Wirksamkeitsfelder |
| 123Ingenieure Personenaufzug | kaufbare Word- und PDF-Vorlage für Personenaufzüge | kommerzieller Zugang statt kostenlosem Direktabruf |
| LEVELS Betreiberpflichten | kurze statische Übersicht zu Unterlagen, Betrieb und Prüfungen | Orientierungshilfe ohne vollständige Gefährdungs- und Maßnahmenbearbeitung |
Die konkrete Lücke liegt zwischen allgemeinen Rechtsinformationen und arbeitsbezogenen Wartungsmustern. Betreiber brauchen eine unbewertete Datei, die tatsächliche Nutzung, Gebäudeumgebung, Mängelreaktion, Notfallorganisation und Dienstleisterübergaben zusammenführt. Der Download schließt diese Lücke, ohne technische Befunde oder rechtliche Fristen zu erfinden.
Direktantwort: Was wird beim Aufzug beurteilt?
Gegenstand ist nicht nur der Fahrkorb. Die Beurteilung umfasst die Aufzugsanlage in ihrer realen Gebäude- und Betriebsumgebung. Dazu zählen Haltestellen, Zugangsflächen, Türen, Bedienung, Nutzergruppen, festgelegte Nutzungsgrenzen, Kommunikation im Notfall und die Schnittstellen zu Personen, die kontrollieren, warten, prüfen oder befreien.
| Betrachtungsfeld | Konkrete Leitfrage | Mögliche Belege |
|---|---|---|
| Anlage | Welcher Aufzug mit welchen Haltestellen und Funktionsbereichen wird betrachtet? | Kennzeichnung, Anlagendaten, Plan, Rundgang |
| Verwendung | Wer nutzt ihn wofür, wie häufig und mit welchen Lasten oder Hilfsmitteln? | Beobachtung, Verkehrsprofil, Gespräche, Nutzungsregeln |
| Umfeld | Welche baulichen, klimatischen oder organisatorischen Einflüsse wirken ein? | Gebäudebegehung, Bauplanung, Brand- und Nutzungskonzept |
| Abweichung | Woran werden Mängel erkannt und welche Reaktion folgt daraus? | Kontrollablauf, Melderegister, Sperr- und Freigaberegel |
| Notfall | Wie erreicht eine eingeschlossene Person Hilfe und wie beginnt die Befreiung? | Notrufprobe, Notfallplan, Dienstvereinbarung, Unterweisung |
| Zusammenarbeit | Welche Verantwortung bleibt beim Betreiber und welche liegt beim Auftragnehmer? | Auftrag, Übergabeprotokoll, Ansprechpartner, Rückmeldung |
Ein Prüfaufkleber beantwortet diese Fragen nicht vollständig. Er kann einen Prüfstatus anzeigen, sagt aber zum Beispiel nichts darüber, ob ein Türzugang durch abgestellte Ware blockiert wird, die Notrufkette nach einem Betreiberwechsel noch stimmt oder eine Baustelle den sicheren Zugang verändert hat.
Gefährdungsbeurteilung für den Aufzug in sieben Arbeitsschritten
1. Geltungsbereich präzise kennzeichnen
Beginnen Sie mit Fabriknummer, Betreiber, Gebäude, Haltestellen, Nutzungsart und relevanten Technik- oder Zugangsbereichen. Grenzen Sie den Regelbetrieb des Aufzugs von Tätigkeiten an der Anlage ab. Reinigung im Fahrkorb kann zum betrieblichen Umfang gehören, ein Einstieg in den Schacht dagegen nicht. Ausgeschlossene Tätigkeiten erhalten eine eigene Beurteilung und einen klaren Verantwortlichen.
2. Echte Nutzung statt Sollbild erfassen
§ 3 BetrSichV richtet den Blick auf die tatsächliche Verwendung. Beobachten Sie deshalb Stoßzeiten, Transportgüter, Rollstühle, Wagen, Zugangssituationen und wiederkehrende Fehlanwendungen. Sprechen Sie mit Empfang, Haustechnik, Reinigung und Nutzenden. Eine Anlage in einem Krankenhaus, Hotel, Lager oder Verwaltungsgebäude weist trotz ähnlicher Technik unterschiedliche Expositionen und Reaktionswege auf.
3. Gefährdungsketten verständlich formulieren
Ein Eintrag wie “Tür defekt” beschreibt weder Situation noch Folge. Aussagekräftiger ist: Eine beschädigte Türfunktion kann ein unerwartetes Schließen verursachen, während eine Person mit Gehhilfe einsteigt. Daraus lassen sich Fragen zu Erkennung, Schutzwirkung, Meldung, Sperrung und Hilfe ableiten. Eine gute Kette benennt Ausgangslage, gefährliches Ereignis, betroffene Person und denkbare Auswirkung.
4. Vorhandene Schutzwirkung verifizieren
Kontrollieren Sie nicht bloß, ob ein Schutzmerkmal vorhanden ist. Entscheidend ist, ob es im vorgesehenen Zustand funktioniert und die betroffene Person erreicht. Das gilt für Türfunktionen, Anzeigen, Beleuchtung, Zweiwege-Kommunikation, Zugangsschutz und organisatorische Regeln. Herstellerinformation, Wartungsnachweis und Prüfbescheinigung liefern Hinweise; die betriebliche Funktions- und Nutzungsbeobachtung ergänzt sie.
5. Gefährdende Abweichungen konsequent behandeln
Die aktuelle TRBS 3121 konkretisiert den sicheren Betrieb von Aufzugsanlagen. Werden Mängel festgestellt, die Personen gefährden können, braucht es eine eindeutige Entscheidung zur Außerbetriebnahme und Sicherung. Eine offene Aufgabe ohne Schutz bis zum Reparaturtermin ist dann keine tragfähige Lösung. Nicht kritische Abweichungen erhalten eine begründete Frist und kontrollierte Zwischenregel.
6. Maßnahmen als überprüfbare Aufträge schreiben
“Dienstleister informieren” lässt Ergebnis und Verantwortung offen. Eine ausführbare Aufgabe nennt den konkreten Befund, das gewünschte Schutzziel, eine verantwortliche Person, Termin und sichere Regel bis zur Erledigung. Ergänzen Sie bereits bei der Beauftragung, woran die Wirkung erkannt wird. Die PDF hält technische Erledigung, betriebliche Kontrolle und anschließende Freigabe in verschiedenen Feldern fest.
7. Fortschreibung mit Ereignissen verknüpfen
Führen Sie neben einem geplanten Review feste Auslöser. Relevant sind besonders veränderte Nutzung, Umbau, Bauarbeiten an Haltestellen, Änderungen von Notruf oder Steuerung, neue Dienstleister, Prüfmängel, Störungen und Personenbefreiungen. So reagiert die Dokumentation auf den realen Anlagenzustand, statt lediglich in einem starren Jahresrhythmus neu unterschrieben zu werden.
Offensichtliche Mängel kontrollieren und richtig reagieren
Anhang 1 Nummer 4.6 BetrSichV verlangt regelmäßige Kontrollen auf offensichtliche Mängel und einwandfreie Funktion. Die Gefährdungsbeurteilung legt dafür geeigneten Umfang und Organisation fest. Es geht um erkennbare Auffälligkeiten, nicht um eine vorgezogene technische Prüfung durch unzuständige Personen.
| Beobachtung | Unmittelbare Betreiberfrage | Dokumentierter Folgeschritt |
|---|---|---|
| Tür schließt auffällig oder wird wiederholt blockiert | Kann beim Ein- oder Aussteigen eine Person gefährdet werden? | Nutzung begrenzen oder sperren, melden, Ursache fachlich klären |
| ungewöhnliches Niveau an einer Haltestelle | Entsteht eine relevante Stolper- oder Sturzgefahr? | Zugang sichern, Aufzug außer Betrieb nehmen, Dienstleister verständigen |
| Notruf oder Sprechverbindung reagiert nicht erwartungsgemäß | Kann eine eingeschlossene Person verlässlich Hilfe anfordern? | Betrieb nach Notfallkonzept sichern, Störung beseitigen, Funktion belegen |
| auffälliges Geräusch, Ruck oder Geruch | Deutet das auf einen gefahrbringenden Zustand hin? | sichere Entscheidung treffen, Beobachtung nicht eigenmächtig technisch deuten |
| beschädigte Anzeige oder Beleuchtung | Fehlen Orientierung oder sichere Wahrnehmung? | Exposition bewerten, Zwischenmaßnahme und Reparatur festlegen |
| zugestellter Technikzugang | Werden Hilfe, Wartung oder Befreiung behindert? | Bereich räumen, Zugang organisatorisch freihalten und kontrollieren |
Kontrolle, Wartung und Prüfung sind drei verschiedene Prozesse. Eine eingewiesene Person kann offensichtliche Abweichungen feststellen, soll aber keine verdeckte technische Ursache diagnostizieren. Der Meldeweg muss deshalb schnell zu einer fachlich verantworteten Sperr-, Reparatur- und Freigabeentscheidung führen.
Notruf, Notfallplan und Personenbefreiung zusammenführen
Für erfasste Aufzugsanlagen enthält Anhang 1 Nummer 4.1 BetrSichV konkrete organisatorische Anforderungen. Dazu gehören ein wirksames Zweiwege-Kommunikationssystem, ein ständig erreichbarer Notdienst, der Notfallplan und eine an der Anlage verfügbare Befreiungsanleitung. Die Einzelbausteine müssen als Prozess funktionieren.
| Baustein | Was betrieblich festgelegt wird | Praxisnachweis |
|---|---|---|
| Alarmierung | Wie löst eine eingeschlossene Person den Ruf aus? | anlagenbezogene Funktionskontrolle |
| Notrufannahme | Welche erreichbare Stelle nimmt den Alarm entgegen? | aktuelle Vereinbarung und Kontaktkette |
| Ortsermittlung | Wie wird der betroffene Aufzug eindeutig erkannt? | korrekte Anlagen- und Standortdaten |
| Kontakt | Wie bleibt Kommunikation mit den Eingeschlossenen möglich? | Sprachverständlichkeit und Reaktionsablauf |
| Mobilisierung | Wer wird mit welcher Information zur Befreiung geschickt? | Alarmplan, Zuständigkeit und Erreichbarkeit |
| Zugang | Wie gelangen Berechtigte zu erforderlichen Einrichtungen? | kontrollierte Schlüssel- und Zugangsorganisation |
| Befreiung | Welche anlagenbezogene Anleitung und Mittel werden benötigt? | verfügbare Unterlagen, Mittel und Einweisung |
| Nachbereitung | Wer bewertet Ereignis, Mängel und Verbesserungsbedarf? | Bericht, Maßnahme und Wirkungsprüfung |
Die BAuA-Antwort zur beauftragten Person erläutert, dass ihre permanente Anwesenheit für die regelmäßigen Kontrollen nicht gefordert ist. Daraus folgt jedoch nicht, dass eine unklare Erreichbarkeit genügt. Hilfeorganisation, erwartete Reaktion und Übergaben müssen zur konkreten Anlage passen und verlässlich erprobt sein.
Betreiberbeurteilung und Fremdfirmenarbeit sauber trennen
Die PDF betrachtet den sicheren Betreiberalltag und die Übergänge zu Auftragnehmern. Sie ist keine Arbeitsanweisung für Tätigkeiten im Schacht, auf dem Fahrkorbdach oder in Maschinenbereichen. Die DGUV Information 209-053 richtet sich gerade an Montage, Demontage und Instandhaltung von Aufzugsanlagen und zeigt die eigenständige Arbeitsschutzperspektive solcher Tätigkeiten.
| Betreiberseite | Auftragnehmerseite | Gemeinsame Schnittstelle |
|---|---|---|
| Anlage und betriebliche Umgebung beschreiben | konkrete Arbeitsschritte und tätigkeitsbezogene Gefahren beurteilen | Arbeitsumfang und Grenzen vor Beginn bestätigen |
| Nutzer, Verkehr und Gebäudebetrieb steuern | Arbeitsverfahren, Personal und Ausrüstung festlegen | Haltestellen und Zugänge absichern |
| bekannte Mängel und betriebliche Einflüsse mitteilen | technische Arbeitsrisiken und Schutzverfahren beherrschen | gegenseitige Gefährdungen koordinieren |
| Sperrung und Nutzerinformation organisieren | Anlage für die eigene Tätigkeit fachgerecht sichern | Status, Schlüssel und Verantwortung übergeben |
| Rückmeldung und betriebliche Freigabe verlangen | ausgeführte Arbeiten und offene Befunde melden | Funktionskontrolle und Rückgabe dokumentieren |
Diese Trennung verhindert eine gefährliche Verantwortungsleerstelle. Der Betreiber darf nicht annehmen, der Wartungsvertrag decke automatisch alle betrieblichen Risiken ab. Umgekehrt ersetzt die Betreiber-PDF nicht die Gefährdungsbeurteilung des Arbeitgebers, dessen Beschäftigte die technische Arbeit ausführen.
Gefährdungsbeurteilung, Prüfung und Wartung unterscheiden
Die Prozesse hängen zusammen, beantworten aber verschiedene Fragen. TRBS 1201 Teil 4 vertieft die Prüfung von überwachungsbedürftigen Aufzugsanlagen. Die Seite Betriebssicherheitsverordnung für Aufzüge behandelt Pflichten, Zuständigkeiten und Fristen. Dieser Artikel übernimmt deren Tabellen bewusst nicht.
| Prozess | Leitfrage | Typisches Ergebnis |
|---|---|---|
| Betreiber-Gefährdungsbeurteilung | Welche Gefahr entsteht bei wirklicher Nutzung und Organisation? | begründete Schutzmaßnahmen mit Wirkungskontrolle |
| Prüfplanung | Welche Art, welcher Umfang, welche Frist und welche Stelle sind erforderlich? | fachkundige Festlegung und nachvollziehbarer Prüfauftrag |
| Aufzugsprüfung | Entspricht der Prüfgegenstand den für den Auftrag relevanten Anforderungen? | Prüfbescheinigung, Mangelangabe und gegebenenfalls Auflage |
| Instandhaltung | Wie bleibt oder wird der vorgesehene Zustand hergestellt? | Wartungs- oder Reparaturnachweis mit Rückmeldung |
| Betriebliche Freigabe | Kann die Anlage im konkret festgelegten Rahmen wieder genutzt werden? | dokumentierte Betreiberentscheidung oder Einschränkung |
§ 17 BetrSichV regelt Aufzeichnungen und Prüfbescheinigungen für überwachungsbedürftige Anlagen. Eine eindeutige Anlagenkennung verknüpft diese Unterlagen mit der Gefährdungsbeurteilung, ohne sie zu einem einzigen Dokument zu vermischen.
Messbarer Wirkungsnachweis statt bloßem Erledigt-Vermerk
Eine abgeschlossene Bestellung oder Reparatur belegt zunächst nur eine Aktivität. Für den Arbeitsschutz ist entscheidend, ob das zugehörige Schutzziel erreicht wurde. Das Kriterium wird möglichst vor Umsetzung vereinbart und bezieht sich auf die Ausgangsgefährdung.
| Befund | Aufgabe | Geeignete Wirksamkeitskontrolle |
|---|---|---|
| Haltestellenzugang wird regelmäßig zugestellt | Stellfläche ändern und Freihalteregel umsetzen | unangekündigte Kontrollen zu typischen Nutzungszeiten ohne Blockade |
| Nutzer kennen Sperrkennzeichnung nicht | verständliche Information und Absperrung neu gestalten | Beobachtung, ob der Zugang während einer realen Sperre unterbleibt |
| Notrufdaten weisen auf alten Betreiber | Datensatz und Alarmkette aktualisieren | Proberuf ordnet Anlage und zuständige Kontaktstelle korrekt zu |
| Schlüssel für Befreiungszugang nicht erreichbar | geregelte, geschützte Bereitstellung einrichten | berechtigte Person erreicht das Mittel im vorgesehenen Alarmablauf |
| Wartungsrückgabe nennt offene Einschränkung unklar | verbindliches Übergabeformat festlegen | nächste Rückgabe enthält Zustand, Restpunkte und Freigabegrenze vollständig |
Kann die Kontrolle das Schutzziel nicht bestätigen, bleibt der Punkt offen. Dann folgen Nachbesserung, eine belastbare Nutzungsbeschränkung oder eine Sperre. Genau deshalb trennt die letzte PDF-Seite Maßnahme, Wirkungsbeleg, Restrisiko und Freigabe.
Klare Suchintents verhindern Themenüberschneidungen
Diese Seite besitzt den Download-Intent für eine blanke Gefährdungsbeurteilung des Betreiberbetriebs. Die rechtliche Einordnung und Prüfintervalle bleiben bei Aufzüge nach BetrSichV. TRBS 3121 erklärt die Regel zum Betrieb, während TRBS 1201 Teil 4 die Aufzugsprüfung vertieft. Digitale Beeinflussung, Fernzugriffe und Manipulationsszenarien gehören zur Cyber-Gefährdungsbeurteilung Aufzug.
Die Verweise sind bewusst gerichtet: Das Formular sammelt nur die Information, dass ein separater Prüf-, Cyber- oder Tätigkeitsprozess erforderlich ist und wie dessen Befund in die Betreiberentscheidung einfließt. Es kopiert keine Fristentabelle, keine Cybermatrix und kein Wartungsarbeitsverfahren. Dadurch bleibt jede Seite für eine eigenständige Nutzerfrage verantwortlich.
Rollen, Unterweisung und Dokumentenlenkung
| Beteiligte Rolle | Beitrag zur Beurteilung | Abgrenzung |
|---|---|---|
| Arbeitgeber | Verfahren, Ressourcen, Maßnahmen und Wirksamkeit verantworten | Entscheidung nicht an Formular oder Dienstvertrag abgeben |
| Betreibervertretung | Anlage, Gebäudebetrieb, Sperren und Freigaben koordinieren | Prüfkompetenz nicht allein aus der Betreiberrolle ableiten |
| beauftragte Person | vorgesehene Kontrollen und Meldungen zuverlässig ausführen | keine verdeckten technischen Ursachen eigenmächtig bewerten |
| Nutzende und Beschäftigte | reale Abläufe, Hindernisse und Störungserfahrung einbringen | keine Reparatur oder Befreiung ohne Auftrag übernehmen |
| Fachkraft für Arbeitssicherheit | methodisch und fachlich beraten | Arbeitgeberentscheidung nicht ersetzen |
| Wartungsunternehmen | vereinbarte Instandhaltung leisten und Befunde zurückmelden | Betreiberorganisation nicht automatisch vollständig übernehmen |
| befähigte Person oder ZÜS | Prüfung im festgelegten Zuständigkeitsbereich durchführen | Gefährdungsbeurteilung nicht allein durch Prüfbescheinigung ersetzen |
§ 12 BetrSichV verbindet sichere Verwendung mit Information, Betriebsanweisung und Unterweisung. Die Gefährdungsbeurteilung begründet, welche Regeln benötigt werden. Eine kontrollierte Dokumentenliste hält Notfallplan, Befreiungsanleitung, Betriebsanweisung, Dienstverträge, Prüfbescheinigungen, Mängelverfolgung und aktuelle Ansprechpartner am richtigen Stand.
Redaktioneller Stand und Grenzen der Arbeitshilfe
Artikel und Formular wurden am 17. August 2026 mit den genannten amtlichen Quellen und den zehn sichtbaren Wettbewerbsseiten abgeglichen. Die BAuA führt die TRBS 3121 sowie TRBS 1201 Teil 4 mit einem Änderungsstand vom 17. Oktober 2025. Maßgeblich bleiben die aktuelle amtliche Fassung, die konkrete Anlagenart, Herstellerangaben und die fachkundige Bewertung vor Ort.
Die Vorlage ersetzt weder Aufzugsplanung noch Prüfung, Wartung, Brandschutzabstimmung, Rechtsberatung oder die tätigkeitsbezogene Gefährdungsbeurteilung eines Auftragnehmers. Sie gibt auch keine universelle Prüffrist oder Freigabe vor. Für allgemeine Methodik dient TRBS 1111, für die Verbindung betrieblicher Nachweise die Arbeitsschutz-Dokumentation. Hier bleibt der Schwerpunkt klar auf dem ausfüllbaren Betreiberformular für Nutzung, Mängelreaktion, Notfall und Maßnahmenwirkung.