Sofort organisatorisch aufnehmen

Beim Wegeunfall sollte der Arbeitgeber den Vorgang neutral aufnehmen. Im Vordergrund stehen Versorgung, Arbeitsunfähigkeit, Meldepflicht und vollständige Nachweise.

  • Erste-Hilfe- oder Arztfrage klären
  • Unfallort, Uhrzeit und Hergang erfassen
  • Wegbezug, Start und Ziel dokumentieren
  • Arbeitsunfähigkeit und Kenntnisdatum festhalten

Unfallanzeige und Formular prüfen

§ 193 SGB VII und DGUV-Hinweise machen die Unfallanzeige besonders relevant, wenn Tod oder mehr als drei Tage Arbeitsunfähigkeit vorliegen. Der Arbeitgeber sollte Meldepflicht, Formular und Einreichung als klaren Prozess führen.

  • zuständigen Unfallversicherungsträger bestimmen
  • Frist und Einreichungsdatum dokumentieren
  • Kopien und Aktenzeichen ablegen
  • Rückfragen als Aufgaben nachhalten

Arbeitgeber-Checkliste

Die Checkliste sollte kurz genug sein, um im Betrieb wirklich genutzt zu werden.

Schritt Ergebnis im Vorgang
Versorgung sichern Erste Hilfe, Rettungsdienst oder Arztkontakt dokumentiert
Wegebezug erfassen Start, Ziel, Anlass, Unterbrechung und Hergang festgehalten
Meldung prüfen Arbeitsunfähigkeit, Kenntnisdatum und Unfallanzeige-Frist sichtbar
Zuständigkeit klären BG oder Unfallkasse, Formularweg und Aktenzeichen hinterlegt
Folgen trennen Entgeltfortzahlung, Verletztengeld, Sachschaden und Prävention separat geführt

Lohn, BG und Sachschaden trennen

Die Arbeitgeberrolle ist nicht, alle Folgen des Wegeunfalls selbst zu entscheiden. Entgeltfortzahlung, Verletztengeld, Krankengeld-Fragen, Sachschaden und Anerkennung gehören in getrennte Spuren.

  • Lohnabrechnung für Entgeltfortzahlung einbinden
  • Verletztengeld oder Krankengeld-Fragen an zuständige Stellen verweisen
  • Sachschaden an Auto oder Fahrrad separat dokumentieren
  • keine Leistungs- oder Schadenersatzzusage machen

Datenschutz und Rollen klären

Wegeunfälle enthalten oft Gesundheitsdaten, Lohndaten und private Wegdetails. Der Arbeitgeber sollte deshalb nur erforderliche Informationen verarbeiten und Rollen eindeutig festlegen.

  • Zugriff auf Unfallakte begrenzen
  • medizinische Details nicht unnötig sammeln
  • interne Verantwortliche und Vertretung benennen
  • Kommunikation mit BG, Unfallkasse und Beschäftigten dokumentieren

ArbeitsschutzPilot nutzen

ArbeitsschutzPilot kann Wegeunfall, Arbeitgebermaßnahmen, Unfallanzeige, Formularstatus, Entgeltfortzahlungs-Hinweis, Sachschaden-Hinweis, Rückfragen und Präventionsmaßnahmen verbinden. Das Tool unterstützt die Organisation, nicht die Anerkennungs- oder Leistungsentscheidung.